Orts-Chroniken aus dem Kreis Hirschberg

Transkription einer Handschrift aus der Reichsgräflichen Majoratsbibliothek in Bad Warmbrunn

Agnetendorf

am Thurmwasser 1607 Fuß nach Jungnitz über dem Meere,hat seinen Namen von der Herzog Joachim Friedrich zu Liegnitz und Brieg Prinzeß Tochter Agnes,der Gehmalin des früheren Hans Ulrich v.Schaffgotsch,vermählt d.18 Oktober 1620 ältester Sohn Christoph Leopold Schaffgotsch,unter welchem der Ort 1651 wegen der sowohl in Böhmen und Schlesien herrschenden Unruhe,von verschiedenen aus Böhmen entwichenen Einwohnern begründet resp.angebaut wurde,gab ihm seine Mutter zu Ehren diesen Namen.Das Gerichtssiegel enthählt eine auf einen Fels gestürzte Figur mit Wage und Schwerdt u.der Unterschrift Agnetendorfer Gerichtssiegel.1661 wurden schon mehrere bedeutende Baue dort unternommen.Christoph Neumann aus Seiffershau baute die Mühle und den Gerichtskretscham.1665 wurde das Dorf durch böhmische Ansiedler erweitert und ausgebaut,daß es im Jahre 1848 in 116 Häuser mit 693 Einwohnern.Nach der Zählung 1846 sind es ca.700 Einwohner.1 evang.Schule,1 Wasser-,3 Sägemühlen incl.Fournierschneidemühle,1 herrschaftliche Revierjäger Wohnung(1836 erbaut),1 Gemeindehaus,1 massives Spritzenhaus mit einer Feuerspritze und 1 herrschaftlichen Schafstall besteht.Daselbst  befinden sich communal Brücken und 4 Stege.Eingepfarrt ist dasselbe seit 1661 nach Hermsdorf,der Schullehrer besorgt die Schule in Vorder Saalberg mit,muß es sich aber gefallen lassen,wenn in Saalberg wieder ein eigener Schullehrer angestellt wird.1818 schenkte das Dom.zur Repar.des Gemeindehauses 4 Stämme Holz.1819 verursachte der sogennante Wanderstein,ein Felsstück von 15 Ellen im Umfange,welcher auf eine bis jetzt unerklärte Weise 94 Ellen aus seinem früheren Lager,auf einer Ebene ohne Abhang fortgerollt war,viel Aufsehen.1825 d.18.July stürzt der Garnsammler Anton aus Petersdorf,welcher gebirgsreisende begleitete,in die große Schneegrube,in der er einen Stein in dieselbe werfen wollte,welcher ihm das Gleichgewicht nahm,und mit in die Grube fortriß,ganz todt und ganz zerschrammt wurde er,herausgebracht und er war 33 Jahr alt.1826 den 10.May wurde ein 6 jähriger Knabe vermißt,welcher sich im Walde verlaufen hatte,und zu dessen Aufsuchung die umliegenden Gemeinden aufgefordert wurden.1834 d.20.May ward eine Frau auf dem Felde vom Gewitter erschlagen und ihr Mann betäubt.Beide arbeiteten im Kartoffel Felde.1836 ist die Revierjäger Wohnung ganz neu erbaut und den 1.November von dem Revierjäger Worbs bezogen worden.1837 im August und September grassierte die Cholera daselbst,an welcher 7 Menschen starben.1839 den 14.Decbr.ist vom Revierförster Gottwald ein Steinadler angeschossen,dann gefangen und lebend in das Warmbrunner Schloß gebracht worden,wo er 1846 noch lebend aufbewahrt wird.Von einer Flügelspitze zur anderen mißt er 8 Fuß Rheinisch.1840 d.16 Maerz brandte das Gottlieb Söhnelsche Haus ab.1843 im Januar erhielt der Schullehrer Walter bei der Feier seines 50jähriges Amts Jubilaeum v.S.Maj.dem König das Allgemeine Ehrenzeichen.1845 im Maerz wurde wegen communistischem Unfrieden,ein Dorfbewohner mit eingezogen,welcher sich im Gefängnis der Hausvogtei in Berlin erhing.1846 den 17.November brandte die Malzmühle ab

Boberröhrsdorf

nicht vollständig-erst ab 1826 im July kaufte das Domin.zur Erweiterung des Kalksteinbruches vom Bauer Johann Christoph Siebenhar aus Tschischendorf cirka 2 Morgen daran grenzenden Acker für 230 Thl.1827 d.14 Febr.brandte das Haus No.201 des Carl Freudenberg ab.1827 d.23.Juny ertränkte sich die Ehefrau des Gärtners Keil mit ihrem 15 Monath alten Söhnchen in Schwermuth.1828 d.5.Febr.fiel der Unlieger Gottlieb Kahl beim Zapfen Pflücken von einer Fichte u.blieb baldt todt.1829 war der Bober sehr groß.1832 brandte das Haus No.195 ab.1832 schenkt das Domin.der evangel.Schule 1 Morgen Acker.1833 d.23.April früh 3 Uhr brandten die Gebäude des Vorwerksbesitzer Latzke ab,wobei 230 Schaafe mit verbrandten.Das Feuer war angelegt.1834 d.18 July feierte der Pastor Lange sein 50jähriges Amts Jubiläum,er starb d.5 Januar 1835.1837 wurde das kathol.Schulhaus neu gebaut.1835 im August kaufte das Domin.von Bauer Liebich 1 1/2 Morgen Boden für 186 Thl.um die Kalkstraße vom Osten darüber abfahren zu können.1839 d.8 September brandte das Haus no.194 u.die erst vor einigen Jahren neu erbaute Schmiede,durch Verwahrlosung ab.1840 d.21.Febr.erhing sich ein Häusler in einem 5 bis 600 Schritte von seinem Hause befindlichen Gehölz.1841 wurde die Feuerspritze für 35 Thl.repariert.Das Domin.schenkte dazu 10 Thl.1842 d.23.Febr.brandte das Lachmannsche Haus No.201 ab,wobei ein in der vorhergehenden Nacht todtgeborenes Kind mit verbrandte,auch brandte dabei das Bauerhaus Latzke No.150 aus Unachtsamkeit mit ab.1843 d.13.May wurde im sogenannten Eichhübel ein unbekanntes Männerhaupt gefunden.1843 d.5.Aug.fiel der Zimmergesell Lachmann von einem Bau in Grunau 2 Stock hoch u.starb nach 7 Stunden.1844 wurde das kathol.Schulhaus beinahe wieder neu gebaut,da der Schwamm das ganze Holzwerk vernichtet hat.1845 d.20.October wurde die Witwe Güttler in einem Teich ertrunken gefunden.1846 d.12.October brandten die sämtl.Wohn-und Wirtschafts-Gebäude des Bauers Gfr.Brendel No.19 durch Brandstiftung ab.

Bronsdorf

vormals Brombisdorf besteht aus 16 an die Baberhäuser anstoßenden Wohnungen.4 davon gehören in die Gerichte u.10 davon in die Kirche nach Seidorf,die übrigen aber in die Gerichte und Kirche nach Giersdorf.Schon vor dem Entstehen Seidorfs soll Bronsdorf gestanden haben,welche in die Annakirche eingepfarrt waren,in der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts aber von einem Wolkenbruche grösstenteils zertört worden sein,und so ist das Dorf eingegangen resp.nach Seidorf verlegt,bis solches jedoch später als die Baberhäuser wieder angelegt worden ist.

Brückenberg

das höchste Dorf im Gebirge 2436 Fuß über dem Meere gelegen.Wann,und durch welche Veranlassung der Ort angelegt ist,darüber sind keine bestimmten Nachrichten vorhanden.Die Orte Brückenberg,Baberhäuser,Forst Langwasser und Wolfshau zusammen mit 116 Häusern,2 Wassermühlen p.,werden mit dem Namen Gebirgsbauden benannt.Mehreres damit an jedem einzelnen Orte.Brückenberg enthält 1846,60 Häuser,1 herrschaftl.Forsthaus,1 Wassermühle u.1 evangel.Schulhaus,letzteres 1766 erbaut.Im Jahr 1842 richteten S.Majestaet der König Friedr.Wilh.IV.durch Aufstellung einer in Norwegen gekauften und anher transferierten Kirche ein neues Kirchen System,das Kirchspiel Wang hier ein.Ein neues Pfarr-und Cantorhaus wurden neben der Kirche 1842/43 gebaut.Dieses neue Kirchen System ist aus dem Arnsdorfer u.Seydorfer Kirchspiel entnommen.Bei dem schon früher bestandenen Schulhause ist der Grundherr Graf Schaffgotsch Collator,der Lehrer bei demselben verwaltet die Schule in Wolfshau mit.Oben besagte 4 Gemeinden,die Gebirgsbauden,stehen unter den Ortsgerichten zu Brückenberg.In letztern Orte befinden sich Brücken und Stege.Eine Feuerspritze sowie auch ein Gemeindehaus fehlt daselbst.Die Gemeinde hat Hofedienst bei den Bauten an der Koppen Kapelle zu verrichten.1792 brandte das Gottlieb Leisersche haus ab.1818 im decbr.brandte das Knoblochsche Haus ab.1817 im October desgleichen das Anton Zinnerckersche Haus.1833 d.28.August ertrank im kleinen Teiche ohnweit der Hampelbaude,welche zu Brückenberg gehört,der Enkelsohn des Baudenwirths Hampel,August Gottwald,23 Jahr alt.1844 in der Nacht vom 26.zum 27.Febr.riß sich am Rande des großen Teiches eine Schnee Lawine los,stürzte über die 5 bis 600 Fuß hohen schroffen u.steilen Felsenwand in den Teich,zerbrach die Eisdecke des Teiches,durch deren Druck das Wasser aus dem Teich gedrängt wurde,brach sich durch Schnee und Holzstämmen einen Weg,welchen die Fluth 30 bis 40 fuß tief auswählte.Durch diesen gewaltigen Wasser Andrang vermehrte sich das Wasser in der großen Lomnitz so sehr,daß die Wassermühle in Brückenberg am 27.Febr.Vormittag in großer Gefahr war weggerissen zu werden.

Crommenau

Ueber die Art und Zeit der Entstehung des Ortes läßt sich nichts gründliches anführen indem ältere schriftliche Urkunden durch einen Brand verloren gegangen sind;daß der Ort ziemlich Alt sein muß,beweißt eine Urkunde von 1374,in welcher der Ort Crumonow benannt,und daß bei einer Theilung der Gebrüder Schaffgotsch im jahre 1478 dessen erwähnt wird.Den Namen Crommenau mag der Ort,von seiner gekrümmten Lage erhalten haben.Dazu gehört die Kolonie Jungseiffershau,welche an Crommenau oben anstößt,und die Lufthäuser unter dem Bibersteine,mit der Luftschenke.1846 besteht der Ort aus 20 Bauern,9 Gärtnern,119 Häusler incl.Jungseiffershau,nach der Zählung von 1846,774 evangel.u.27 kathol.,zusammen 801 Einwohner,1 kathol.u.1 evangel.Kirche,1 ev.Pfarramt,1 kathol.Schule,welche von dem evangel.Lehrer bewohnt wird.1 Wassermühle mit 2 Gängen,1 Gemeindehaus,1 herrschaftl.,das sogennante kalte Vorwerk in Jungseiffershau,1 Spritzenhaus mit der darinnen befindlichen Feuerspritze u.2 Brücken,die Brücke bei der Mühle über dem Dorfbach ist 1835 massiv erbaut worden,die 2te Brücke ist vom Scholtiseibesitzer erbaut.Die Bauern in Crommenau besitzen große herrschaftliche Bodenflecke vom Jungseiffershauer Vorwerk,welche früher wüste lagen,dafür entrichten sie eine jährl.Haferzins von 358 Schefel 8 27/32 Metzen Breslauer Maas oder 488 Schefel 6 1/32 Metz Zinß Maas,welchen sie aber laut Resol.vom 9.februar 1828 im Jahr.....mit einem Capitale von 5697 Thl.21 Sgr.7pf.abgelöst haben.Vor circa 50 Jahren brandte das Haus No.28 ab.1552 wurde schon in der katholischen Kirche Gottesdienst gehalten.1744 ist die evangl.Kirche von Holz erbaut worden.1747 wurde das Pastorenhaus gebaut.1751 ward die kathol.Schule gebaut.1755 starben viele Kinder an den Blattern.1792 wurde ein neues Gemeindehaus gebaut,dagegen verkaufte die Gemeinde das alte Brechhaus.Zum Gemeindehausbau schenkte das Domin.laut Resol.vom 19.April 1792 den 9ten Theil des Bauholzes.1792 im August feierte Jeremias Liebig mit seinem Weibe das 50jährige Ehejubiläum,der H.Graf schenkte ihm unterem 21.August dazu 21 thl.1794 wurde an die kathol.Kirche statt des früheren Glockenhauses ein neuer Thurm gebaut.1795 ward die zersprungene große Glocke für 196 Thl.15 Sgr.umgegossen.1802 wurde die evangelische Kirche massiv erbaut und erweitert.1808 im October brandte das Matternsche Bauergut ab,wodurch die Schule und das evangel.Pfarrhaus in Gefahr kam.1818 brandte das Bauergut No.5 ab.1824 wurde der Kirchturm neu gedeckt.1828 19.Februar 1828 laut Recess lösten die Bauern ihre herrschaftliche Robote durch ein Capital ab.1831 brandte das Bauergut No.15 und der Garten No.6 und einige Jahre später der Garten No.8 ab.1834 den 7.November brandte durch Brandstiftung eines Knechtes das herrschaftliche Vorwerk in Jungseiffershau,und zugleich die 3 Häuser des Eckart Reisel u.Schmitt mit ab.Zum Wiederaufbau der letzteren hat das Dom.bedeutende Beiträge gegeben.Später brandte das Haus No.40 in Jungseiffershau ab.1836 den 15.July wurde ein unbekannter männlicher Leichnam am Nebelberge erhängt gefunden.1843 baute die Gemeinde einen Arrest,das Domin.schenkte dazu laut Resol.v.19.November 1842,15 Scheffel Kalk.1845 d.5.May feierte der H.Pastor sein 50jähriges Amts Jubiläum,wobei ihm der rote Adler 4.Classe von S.Maj.dem König ertheilt wurde.1846 d.5.August brandte in Jungseiffershau das Hornigsche Haus No.9 ab.1847 d.5.Januar starb der Pastor Hilbert 87 Jahr alt.

Forst Langwasser

mit Brückenberg,Baberhäuser und Wolfshau werden unter dem Namen Gebirgsbauden bezeichnet.Forst Langwasser gehört unter die Ortsgerichte zu Brückenberg zählt 13 Häuser,1 evangel.Schule zur Miethe,der Ort ist nach Schmiedeberg eingepfarrt.1815 d.27.Febr.starb der gewesene Häuser Georg Schüller 92 Jahren alt.

Gebirgsbauden

mit diesem Namen werden die Ortschaften Baberhäuser,Brückenberg,Forst Langwasser und Wolfshau bezeichnet.

Herrschaft Giersdorf

Die Herrschaft Giersdorf hat seinen Namen von dem edlen Geschlecht der Giersdorf,die es erbaut und bessesen,und 1486 die Begnadigung der Bornkirche bei Seidorf beim Papst angebracht haben.In einem Confirmations Brief zu Seidorf von 1436 wird zweier Brüder Wolke und Conrad gedacht.Von den Giersdorfern kam solches an die v.Liebenthal,dann an die Hochberg und von diesen haben es die Zedlitzen gekauft.Caspar Schaffgotsch vermählte sich mit Anna v.Liebenthal auf Giersdorf,welche 1527 starb.1551 erbte Johannes Schaffgotsch das Gut Giersdorf durch die Heirath mit Magdalena v.Zedlitz.Im Jahr 1635 wurde dasselbe mit confisciert und als ein kaiserliches Kammergut erklärt.Christoph Leopold Schaffgotsch erhiehlt solches 1649 zurück,obschon dasselbe von 1642 bis 1683 an den Grafen Gall wegen einer Forderung von 80000 Gulden vom kaiserlichen Hofe verpfändet worden war.Zwischen dem Grafen Christoph Leopold Schaffgotsch und dem Grafen Wilhelm Gall entstand dieserhalb ein Process welcher von 1650 bis 1683 dauerte.Auch wollten die Jesuiten von Hirschberg Anspruch auf Giersdorf machen,und die Herrschaft als ein Vermächnis von p.Gall begründen,jedoch mit ihr Praetension abgwiesen.Gall wurde vom kayserl.Hause anderwertig entschädigt und Schaffgotsch blieb im Besitz des Gutes,welches von da an stets in dieser Familie geblieben ist.Das Gut oder die Herrschaft Giersdorf besteht,aus den Dörfern Giersdorf,Seidorf,Maerzdorf und Kaiserswaldau,und soll nach dem vom H.Grafen Joh.Anton Schaffgotsch unterm 19.October 1738 errichteten Fiedei Commiss Unstitut von den Herrschaften Kynast und Greiffenstein nicht getrennt werden.

Giersdorf (Gemeinde)

hieß früher 1401 laut Urkunde Gersdorf am Giersdorfer Wasser ist wie oben gesagt von den v.Giersdorfern angelegt worden.Es gehörten dazu:a.)ein Antheil der Colonie Bronsdorf vide Seidorf 16 nach Giersdorf b.)ein Antheil von Saalberg vide Saalberg nach Giersdorf welche beiden Antheile bei den Hausnummern von Giersdorf mit innbegriffen sind.1846 besteht der Ort aus 12 Bauern,23 Gärtnern und 195 Häusern,nach der Zählung von 1847,958 Einwohner,1 kathol.Kirche,Pfarr- und Schulhaus.1816 wurde die Pfarrwohnung zu einer herrschaftlichen Beamtenwohnung eingerichtet,1 evangelische Kirche,1 Pfarr-und 2 Schulhäuser,2 Wassermühlen,gehörten zusammen,1 Oberförster Wohnung,das früher kathol.Pfarrhaus,2 herrschaftliche Vorwerke,1 Brau und Brennerei,1 Brechhaus 1845 niedergerissen,1 Brettschneide Mühle,1 Lohmühle,1 Papiermühle mit 1 Büte,2 Leinwandwalken,2 herrschaftliche u.2 Rustikal Bleichen,1 Glasschleifmühle,1 im Jahr 1842 neu erbautes Spritzenhaus nebst einer Feuerspritze,1 Gemeindehaus.In der Gemeinde befinden sich 1 steinere Brücke von 3 Bögen und communal Brücken und Stege.Das Gerrichtssiegel enthählt eine Figur mit der Umschrift Gerichts Siegel der Gemeinde Giersdorf.Der hohle Stein bei der Papiermühle ist merkwürdig.1592 d.24.Januar hat ein Wolf mehrere Menschen gebissen.1616 d.15.April brandten 8 Wohnungen ab.1647 wurde die Uhrglocke auf dem Friedeberger Rathausturm in Giersdorf gegossen.1654 d.20.Febr.wurde die katholische Kirche den Evangel.wieder abgenommen,u.den Katholiken zurückgegeben.1739 wurden auf den Giersdorfer Feldern 2 Kraniche geschossen.1742 ist das evangelische Bethaus von Holz erbaut worden.1743 wurde das evangelische Pfarrhaus gebaut.1754 ist das obere Schulhaus im Oberdorfe gebaut worden.1762 ward auf dem kathol.Kirchthurm neues Holzwerk aufgesetzt.1776 ist das katholische Schulhaus repariert worden.1776 wurde die kleine Glocke für 75 Thl.13 Sgr.9pf.umgegossen.1779/80 wurde die schadhafte evangelische Kirche massiv mit einem Thürmchen erbaut,sie kostete 10521 Thl12 Sg.5Pf.Der Gärtner Chr.Melchior Preller schenkte die 3 1/4 Ct.schwere Glocke für 180 Thl.auf dem Thurm.1782 d.16.November beim Bauholz Anfahren zu einer neuen Stube in der katholischen Schule erschlug ein vom Sturm umgeworfener Baum beide Pferde des Bauern Hofmann todt,der H.Graf schenkte demselben unterm 11.Februar 1783 40 Gulden.1783 wurde die Schulstube von vorgestzem Holze gebaut.1792 wurde die katholische Kirche fast neu erbaut,sie kostete 3147 fl.54xr.1 1/2h.1798 ist das katholische Schulhaus wieder repariert worden.1800 den 20.Maerz schenkte das Domin.zur Reperatur der Feuerspritze das 1/3 mit 6 2/3 Thl.1803 den 28.Maerz erhing sich der Pastor Kersten im Holzstall,warscheinlich aus neu geheimen Kummer.1804 bei dem großen Wasser vom 13.14.und 15.Juny,rieß dasselbe den mittleren Pfeiler der steineren Hofebrücke,so wie im Mitteldorf ein Haus weg,mehrere Häuser wurden stark beschädigt.1808 wurden dem Bauer Gottlieb Breiter 2 Pferde gestohlen.1808 ist das zwischen Giersdorf und Seidorf befindliche kleine Wäldchen,die sogenannten Pfarrfichten wieder geschlagen und verkauft,der Boden aber zu Acker angeschaffen worden.1811 d.28.Maerz legte der Schuhmacher Lehrling Ulbrich aus Arnsdorf im Hause seines Meisters Stumpe No.17 Feuer an,welches jedoch mit Mühe noch gedämpft wurde.1811 wurde der katholische Kirchthurm neu gedeckt,und der Knopf durch den Schieferdecker Grossbach aus Liebenthal zugleich mit vergoldet.Der Bau kostete 295 Thl.14Sg.Cour.1812 ward im katholischen Schulhause eine massive Stube gebaut.1814 im April kaufte der Glashändler Leder aus Warmbrunn die herrschaftliche Glasschleifmühle für 250 Thl.1814 im Maerz brandten 3 Häuser des Finger,Liebig und Reich durch Verwahrlosung ab.1816 wurde das katholische Pfarr-oder Wiedmuthsgebäude zu einer herrschaftlichen Beamtenwohnung eingerichtet.1820 Anfang May brandte Siegmund Seligers Haus No.50 ab.1821 d.16 Juny verfügte das Dominium an das Giersdorfer Amt,daß jeder Hausbesitzer seine Zinswiesen ohne weitere Anfrage verkaufen möge.1821 d.12.Oktober fiel die Frau des Häuslers Franz Lange abends von der Scheuer und starb Tages drauf.1822 wurde das alte herrschaftliche mit einem Wall umgebende Schloß niedergerissen.1822 den 15.July starb Elias Hammer 95 Jahre alt,er war die letzten 10 Jahre blind.1824 d.1.July wurde das herrschaftliche Vorwerk an O.Amtm.Korzetzky aus Klein Peterwitz bei Trachenberg verpachtet.1826 d.1.September ertrank der Stiefsohn des Häuslers Feistauers Friedrich Wh.Scholz beim Baden im Scheibenteich.1826 wurde ein neuer herrschaftlicher Schaafstall gebaut.1828 wurde der vom Wasser 1804 weggerissene mittelst Pfeiler der steineren Hofebrücke wieder aufgebaut,bis hierher war der Bogen mit Holz überbaut.1828/29 löschen die Bauern ihre dem Dominio als Hofedienste zu leistende Spann-und Handdienste mit einem Capital von 3614 Thl.4Sg.6pf.ab.1829 wurde der evangelische Kirchthurm neu gedeckt.1830 d.9.August warf eine Kuh beim Gärtner Hallmann 4 todte Kälber.1831 d.6.April verlor der 15jährige Sohn des Häuslers Ehrenfried Wolf beim Steinsprengen sein Leben,indem der Schuß losging ehe er sich entfernen konnte.Ein losgesprungenes Stück Stein beschädigte ihn so,daß er nach 4 Stunden starb.1832 im May brandte Chr.Gottlieb Schmitts Haus ab.No.128.1834 d.29.Juny starb der gewesene herrschaftliche Pachtbleicher Gottlob Menzel,87 Jahr alt.1834 d.22.July schlug der Blitz in das Gärtel der Dominical Brauerei und zerschmetterte das Sommerhaus,nahm sodann seinen Weg entlang der Kegelbahn in den herrschaftlichen Schaafstall und tödtete ohne zu zünden 32 Schaafe.1835 war die evangelische Kirche neu gedeckt,ein Blitzableiter auf dem Thurm und die Kirche gesetzt,der Knopf vergoldet,u.den 9.August aufgesteckt.1835 in der Nacht vom 11.zum 12.April ertränkte sich der herrschaftliche Forst Rendant Johannes Mallickh aus Hermsdorf,Sohn des gewesenen hiesigen Rentmeisters,in dem Hammerteiche neben der Walke allhier,wegen Kassen-Defecten.1836 ertrank das Kind des Oberschenk Carl Büttner.1837 d.7.Januar starb der Häusler und Goldarbeiter Gottlob Wolf an seinem 88ten Geburtstage.1837 wurde das evangel.Kirchendach roth angestrichen.1838 fand zwischen mehreren Ackerbesitzern,welche ihre Zins Ackerstücke mitteninnen in den herrschaftlichen Ländereien liegen hat,und dem Dominio ein dießfaltiger Acker Ausstausch statt.Das Dominium vereinigte diese rustikal Zinsackerstücke mit den herrschaftlichen Ländereien,und gab dafür entferntere und einzeln liegende Acker und Wiesen Parzellen,in verhältnismäßigem Masstabe.1838 ward das neue Beamtenhaus gebaut auf die Stelle,wo das 1821 eingerissene alte Schloß standt.1838 im Juny wurde die jährlich gewöhnliche Militär Uebung diesesmal in Giersdorf auf einem vom Gutspächter Korzetzky gegen Entschädigung überlassenen Brache neben dem Brechhause abgehalten,das Militär war in den umliegenden Dörfer einquartiert,die Officiere wurden auf herrschaftliche Kosten durch 14 Tage bewirthet.Den 16.Juny hielten S.Königl.Hoheit der Prinz Friedrich die Parade selbst ab,welcher die Grundherrschaft beiwohnte,sämtliche Militär ward nach der Parade auf herrschaftliche Kosten mit Brod,Fleisch,Wurst,Bier und Schnaps bewirthet.1839 d.10.Juny hielt der Sohn des Schullehrers Altmann die Primiz oder geistl.Hochzeit.1840 im Februar beim Bau des Holzschuppens bei der herrschaftlichen Oberförsterwohnung ,wurde der Zimmermann Biehn von einem herabfallenden Balken erschlagen.1840 d.9.April erhing sich ein Häusler in Bronsdorf an einem Baume.1840 entstand zwischen 10 hutungsberechtigten Wirthen u.dem Dominio ein Prozeß wegen Hutung in dem Scheiben-und Marktstraßenteiche,indem das Dominium nur den einen Teich zur Hutung eingab.Das Urteil 1te Instanz fiel für das Dominium günstig aus.Eine Appellation ist nicht erfolgt.1842 schenkte das Dominium zur Erweiterung des evangelischen Kirchhofes cirka 2 Morgen Acker.1842 wurde ein ganz neues Spritzenhaus neben die Mahlmühle gebaut.Das Dom.gab laut Resol.10.November 1840 für diesmal das Holz,den Kalk,Dachziegel und den 3ten Theil des Arbeitslohnes.1844 d.25.Juny feierte der katholische Schullehrer sein 50jähriges Lehrer Jubiläum,bei welcher Gelegenheit ihm ein Geschenk vom Grundherrn H.Grafen Schaffgotsch zu Theil wurde.1845 im November wurde das am Eingang des Dorfes befindliche über 100 Jahr gestande herrschaftliche Brechhaus niedergerissen,der Dominical Pächter Korzetzky kaufte das alte Bauholz.1846 in der Nacht vom 15./16.July brandte im Oberdorf das Haus No.118 ab,wobei 2 Kinder von 8 u.10 Jahren mit verbrandten.1846 d.14.Dezember verlor die Frau des Häuslers Stephan Schlesinger auf dem Gebirge im Stöberwetter ihr Leben.

Glausnitz

davon gehören 7 Posessionen,nemlich 1 Bauergut und 6 Häuser nach Seidorf,der andere Theil aber als,1 Kretscham,3 Bauern,9 Gärtner und 18 Häusler gehören nach Arnsdorf.Den Namen hat der Ort von dem Kloster Clausura.Auf dem jetzigen Niepelschen Bauergut hat eine Klausur gestanden,welche von 4 Jungfern,welche unter das Jungfernkloster nach Fischbach gehörten.Diese sind nach Striegau gezogen,und den Ort mit 4 Häusern und dem großen Teiche,welcher heute noch der Nonnenteich heißt,an Hans Schaffgotsch verkauft.1388 hieß der Ort Gloubicza,später aber Glausnitz.1844 d.4 Dezember brandte der Stall und die Scheuer des Kretscham ab.

Gotschdorf

Ueber den Ursprung dieses Dorfes sind keine zuverlässigen Nachrichten vorhanden,1371 hieß solches Goduschendorf.Dasselbe besteht 1847 aus 17 Bauern,16 Gärtner und 57 Häuslern,1 evangelische Schulhaus,und 1 Gemeindehaus.Seit 1802 besitzt die Gemeinde eine Feuerspritze nebst dem dazu erbauten Spritzen Hause.Zur Spritze schenkte das Dom.laut Resol.v.2.Maerz 1802,30 Thl.In der Gemeinde befinden sich nur 3 unbedeutende Brücken ohne besonderen Namen,da der Dorfbach nur sehr klein ist.Vor uralten Zeiten hat am Teichel des Scholzen ein Mühlchen gestanden.Auf dem sogenannten Popelsteine genießt man eine feierl.Aussicht.Seit länger denn 100 Jahren hählt sich die Gemeinde zur evangelischen Kirche nach Hirschberg,wohin dieselbe eingepfarrt ist,auch wurden die Verstorbenen dahin beerdigt.Seit 1822 besitzt die Gemeinde einen eigenen Kirchhof,welcher den 28.May eingeweiht wurde.Das Bauergut No.10 ist 4mal abgebrandt,und zwar in den Jahren 1800,1820,1823 und 1827 d.4.Juny,die beiden letzenmal zündete der Blitz,die beiden ersten Brände aber waren angelegt.Der Garten No.16 und die Häuser No.21 und 24 sind ganz abgebrochen,das Abgabenverhältniss hat sich bis auf den Entfall der Grundsteuer nicht geändert.Daselbst befindet sich ein Viehweg,welcher laut herrschaftlicher Resolution vom 26.Juny 1781 verkauft oder verpachtet werden soll,derselbe ist 1.Amts Resolutions Protocoll vom 3.Maerz 1818 verkauft worden.1807 brandte die Scholzerei ab.1809 fiel im Ort ein Wolkenbruch,welcher an den Gärten und Feldern viel Schaden anrichtete.1820 d.12.August schlug der Blitz in die Scheuer des Bauern Teichmann,welche mit der Erndte abbrandte.1822 wurde ein neues Gemeindehaus gebaut,das Domin.schenkte dazu laut Resol.vom 12.Februar 1822 das benötigte Holz und 3500 Stßck Mauerziegel.1823 im Juny brandte das Ehrenfr.Teichmannsche Bauergut ab.1838 d.23.May fiel bei einem Gewitter ein so heftiger Regen auf die umliegenden Berge,daß der Dorfbach bedeutend anschwoll,und bedeutenden Schaden an Wegen und Gärten anrichtete,die Herischdorfer Felder wurden ganz überschwemmt und erlitten viel Schaden.1842 wurde ein neues Schulhaus gebaut.Es befand sich daselbst auf dem obersten Bauergute No.10 eine Wiedmuth,welche aber 1843 eingegangen ist.

Hain (Kynast)

mit Hinter Hain oder Saalberg bestand anfangs nur aus einigen Kohlenbauden,nachdem aber die höchsten Waldungen etwas abgeholzt wurden,erhob sich ein Haus nach dem andern,und hieß laut Urkunde von 1387 Heinechin.Im 17.Jahrhundert kam der Ort von dem damaligen Herrn von Schwinghammer an das Schaffgotschesche Haus.1846 zählt Hain 6 Gärtner und 75 Häusler und nach der Zählung von 1847,475 Einwohner,1 herrschaftl.Fürsterhaus,1 evangelisches Schulhaus für Hain und Hinter Saalberg,1 Mühle mit 2 Gängen.Eingepfarrt ist die Gemeinde nach Giersdorf.Das Schulhaus auf ein vom Ortsrichter Schmitt unentgeltlich abgegebenes Stück Boden gebaut,das Dominium schenkte das ganze Holz dazu.In Hain befindet sich der sogenannte Hainfall von 30 Fuß Höhe.Eine Feuerspritze besitzt die Gemeinde nicht.Es befinden sich daselb Communal Brücken und Stege.Das Gerichtsiegel enthühlt eine Figur mit Wage und Schwerdt mit der Umschrift Gerichtssiegel und Hain.Es befand sich in Hain ein herrschaftliches Vorwerk,welches aber 1.Kauf Conract vom 6.July 1753 an den Hans Christoph Schmitt für 450 Thl.ohne das sogennante Hofebüschel,verkauft wurde.Bei dem Verkaufe behiehlt sich das Dominium die Laudemien Zahlung vor.Der jetzige Besitzer zahlt jährlich dem Dominio 4 Thl.Zins,dagegen ist derselbe von allen Roboten und herrschaftlichen Abgaben frei.Er hat das Recht 3 Kühe frei in den Forst zu treiben,erhählt zu dem bis zur Wohnung zu leitende Rohrwasser das Rinnen und Dechelholz gratis.Die nöthigen Arbeiten dabei errichtet die Gemeinde.Die Wasserrohre und übrigen Baukosten werden von dem Besitzer und den 3 Nachbarn No.40,41 und 42,welche das Wasser daselbst holen,getragen.In diese erkaufte Hoferäthe hatten 4 Gärtner,40 Häusler und 30 Kleinhäusler jährliche Dienste zu leisten,und bezahlen nun dafür 4 Gärtner und 40 Häusler a 8 Sg.und 30 Kleinhäusler a 5 Sg.zusammen 16 Thl.22 Sg.zu den Kynastl.Renten.Das zur Hoferäthe gehörige aber nicht mit verkaufte sogennate Hofebüschel,ist in neuerer Zeit wieder geholzt,und der Boden mehreren Hausbesitzern in Erbschaft gegen Zins überlassen worden.1793 den 18.May brandte Gottfried Sauers Haus ab.1800 den 10 August wurde der Revierförster Förster durch den Accise Einnehmer Lehfeld in Warmbrunn unvorsichtigerweise auf der Jagd erschossen.

Herischdorf

Der eigentliche Ursprung und Begründung des Ortes ist nicht bekannt,warscheinlich ist solcher um die Zeit,als das nahe gelegene Warmbrunn angebaut wurde entstanden.In einer Urkunde von 1375 hieß der Ort Heroldsdorf.1403 wurde der Probstei in Warmbrunn die Herischdorfer Mühle mit übergeben.1482 hat Christoph Schaffgotsch derselben ein Gut überwiesen.Seit Stiftung des Hospitals Corp.Christi in Hirschberg vor dem Burgthor,wozu ein Vorwerk nebst Acker und Wald,so wie die Mühle in Cunnersdorf gehört,wovon auch aus Herischdorf 5 Bauern und einige Gärtner nebst ihren Stellen dazu geschlagen,obschon sie als Unterthanen der Herrschaft Kynast blieben.1525 entstand ein Streit zwischen dem Domin.Kynast und dem Magistrat zu Hirschberg wegen der Erb-und Lehnsherrschaft.Hierauf kam 1532 ein Vergleich zu Stande,daß die Spital Leute dem Dom.Kynast wie vor Alters die Zinsen,nemlich 1 Malter Hafer,jährlich 1 Fuhre nach Striegau nach Weitzen oder Korn,welches sie nach Warmbrunn oder Hermsdorf brachten,stellen mußte,auch müssen sie in den Teichen ackern und saen helfen,auch einen Schöppen nach Herischdorf geben.Sie gehörten unter die Jurisdiction oder Gerichtsbarkeit Kynast,zur Kirchfahrt,Decem,Begräbnissen aber nach Warmbrunn,die Erbhuldigung,die Belehnung und andere Gerechtigkeiten aber bleiben sie wie vor Alters beim Rath in Hirschberg.Dieses Verhähltniß dauerte bis 1694,wo wieder ein Streit entstand,welcher 1731 d.21 October verglichen wurde.Nach der desselben müssen die Spitalleute Fuhren und Dienste zum Hospital und den Mühlen in Hirschberg leisten,und sind bei der Herrschaft Kynast frei davon.Herischdorf hat sich nach und nach vergrößert und erweitert,so daß der Ort im Jahr 1846 aus 28 Bauern,22 Gärtnern und 203 Häuslern besteht.Nach der Zählung von 1847,1657 Einwohner.Es befindet sich daselbst 1 herrschaftliches Vorwerk,so wie ein Rustical Vorwerk,letzters unter den Bauern schon mit innbegriffen,1 Gemeindehaus,2 evangelische Schulhäuser,1 Mühle mit 3 Gängen,(schon in früher Zeit hat in Herischdorf eine Mühle gestanden,welche der Probstei in Warmbrunn gehörte,aber 1650 cassiert wurde.Die gegenwärtige Mühle wurde 1707 erbaut vom Dom.aber 1714 verkauft).,1Lohmühle,1Glasschleifmühle,1 Ziegelei auf dem Rustical Vorwerk,1 königliches Zollhaus,1 Spritzenhaus mit 2 fahrenden Feuerspritzen,seit 1846 eine Windmühle auf dem Bauergut No.13,1 Restauration der Scholzenberg,1 dergleichen der Weihrichsberg,früher bestanden daselbst 4 Bleichen,welche aber sämtlich eingegangen sind.Die Gemeinde ist nach Warmbrunn eingepfarrt.Es befinden sich in Herischdorf Communal Brücken und Stege.Das Gerichtssiegel enthält die Schrift Herischdorf Gerichtssiegel.1552 den 17.Decbr.brandten 2 Bauergüter,3 Gärtner und 5 Häuser ab.1596 d.21.May rieß der Zacken 6 Häuser weg.Die von hier an vorgefallenen Merkwürdigkeiten in der Gemeinde sind unbekannt.1781 bis 1783 wurde die Chausse,welche früher seitwärts ging,durch das Dorf geführt,und die Zoll Erhebung in ein Privathaus gelegt,welches Letztere die königliche Regierung unterm 9.July 1817 für 570 Thl.kaufte,und wobei sich das Dominium die Laudemial Verpflichtung und einen jährlichen,nun mit 4 Thl.abgelößten,Erbzins von 6 Sg.Vorbehielt.1786 ertrank der Gärtner Ansorge beim Ketten des Fließholzes,da das Wasser einen Theil des Flößplan weggerissen hatte.1787 unterm 18.Maerz ist der niedere herrschaftliche Viehweg mehreren Häuslern gegen einen gewissen Zins überlassen worden.1801 im November brandte Bauer Ulbrichs No.?Scheune ab.1803 d.18 April brandte das Latzkesche Bauergut No.6 nebst Stallung ab.1804 d.9.Januar feierte der Bauer Caspar Hockel und seine Ehegattin das 50jährige Ehejubiläum.Der H.Graf Schaffgotsch schenkte demselben eine besondere dazu geprägte Medaille und noch 100 Thl.auch wurde das Jubel-Paar auf dem herrschaftlichen Schlosse in Warmbrunn gespeist.1804 im Juny verursachte das große Wasser an Häusern,Gärten,Brücken und Stegen bedeutenden Schaden.1805 im Dezember brandte das Heinrich Fiedlersche Bauerngut No.8 ab.1808 wurde auf dem zur Scholtisei gehörigen Scholzenberg ein Sommerhaus und 1809 eine einfache Restauration daselbst,welche aber nach und nach erweitert und zuletzt eine Schießstätte und ein Tanzsaal angebaut wurde.1809 d.9.May wurde schon ein Scheibenschießen auf dem Scholzenberge gehalten.1810 wurde das evangelische Schulhaus gebaut,der H.Graf Schaffgotsch schenkte laut Resol.vom 4.Oktober 1809 nicht nur den Bauplatz nebst ein Stück Garten,worauf früher eine herrschaftliche Bleiche stand,sondern auch noch ein bedeutendes Quantum an Holz,Ziegeln und Kalk.1810 d.23.October brandten die beiden Bauergüter des Kadenbach No.12 und Hornig No.1,sowie das Kadenbachsche Haus und das Haus des Fleischers Wehner ab.1811 d.25.November brandte das Siegmund Jaerische Bauerngut No.5 ab.1812 im Januar brandte das Johann Amslersche Haus ab.1812 d.18.August ertrank das 5 1/2jährige Mädchen des Händlers Gottlieb Ziegert im Zacken.1812 d.21.November fiel des Bauern Bessers Magd,namens Agneta Günter im Hofe in den Brunnen,und wurde todt herausgezogen.1812 am nemlichen Tage abends erfror der Weber Sigmund Feige auf dem Wege von Steinseiffen nicht weit von seinem Hause.1813 d.10.August kamen russische Cosaken,welche sich hinter der Seilerschenke auf einer Anhöhe lagerten,dann aber nachdem ihnen Essen und Trinken gereicht wurden,wieder abzogen.1813 d.13.July wurde der Knecht des Bauern Glaeser namens Fischer von einem Pferd so an den Kopf geschlagen,daß er bald darauf starb.1816 d.22.May fiel der Bauer Schoder von der Scheuer auf die Tenne und blieb todt.1818 schenkte der H.Graf Schaffgotsch neben dem Spritzen Hause ein Stück Aue von 20malR.zur Anlegung einer Straßenbaum Schule.1819 im September brandte des Bäckers Gottfried Scholzes Haus No.13 ab.1819 ward die Lohmühle im obern Dorfe erbaut.1820 ward die Glasschleifmühle dort erbaut.1820 d.6.April wurde der Bauer Hoffmann No.20 beschieden,daß er nach dem Protocoll vom 3.Juny 1818 keinen Anspruch auf 13 Beete Acker habe,welche als Viehweg benutzt werden.1821 d.23 September ertrank im Mühlgraben Joseph Aust aus Goldberg,ein Badegast in Warmbrunn.1822 d.7.Februar brandte das Bäcker Scholzesche Haus wieder ab,das 1mal 1819.1822 d.5.April am Charfreitag erhing sich die Frau des Gärtners Christoph Fiedler in der Stube an der Schnur der Wanduhre.1822 d.2.May schlug der Blitz in die Wohnung des Häuslers Reichstein und tödtete die in Diensten stehende Tochter des Rohrmeisters Paetzold 17 1/2 Jahr alt,jedoch ohne zu zünden.1823 im Frühjahr wurde auf dem zum Garten No.20 gehörige sogenannten,Weihrichsberge eine kleine Restauration erbaut,dieselbe aber 1842 durch einen Tanzsaal vergrössert,und 1845 eine hölzerne Colonade neben demselben gebaut.Daselbst werden öfters Scheibenschießen,früher auch Adlerschießen mit Armbrusten abgehalten.1824 beabsichtigte die Gemeinde eben so wie in Warmbrunn Gemeinde Deputirte anzustellen,wurde aber von der königlichen Regierung unter 27.Januar 1824 als überflüssig zurück gewiesen.1825 d.5.Juny starb der Weber Gottlieb Fischer 84 Jahr alt.1825 d.26.Juny ertrank die 6 jährige Tochter des Einwohners Lessmann im Zacken.1825 d.21.Aug.starb der Häusler Gfr.Siebenhar,84 Jahr alt.1826 d.26.Febr.ertrank Bauergutsbesitzer Ehrenfried Schoder im Mühlgraben,in welchen er im Finstern gefallen war.1829 d.2.Maerz stürzte der Pachtmüller von einer Leiter,verletzte sich am Kopfe,sodaß er nach einigen Tagen starb.1833 den 23.April ertrank abends beim Nachhausegehen der Weber Mehnert 44 Jahr alt im Zacken.1833 in der Nacht vom 22.zum 23.May erhing sich im Gemeinde Arrest der wegen Vagabondieren festgenommene Anwohner Nowack aus Hirschberg.1833 d.28.September trug der Häusler Christian Ansorge ein Stück Langholz vor sein Haus,warf solches von der ? und unglücklicherweise auf seine 5 1/2jährige Tochter,welche leblos unter demselben hervorgezogen wurde.1833 d.18.Decbr.nachts 2 Uhr brandte das Kleinsche Bauergut,und der Fuhrmann Worbschen Thorthurmwohnung,bei heftigen Sturm ab.Im Bauergute verbrandten 4 Menschen und im Worbschen Hause 1 Knabe.Auch verbrandten 21 Stück Vieh mit.1834 wurde unter dem Zollhaus statt einem Stege eine fahrbare Brücke gebaut.Das Dom.schenkte laut Resl.vom 12 April 1834 das Holz dazu,jedoch mit der Maasgabe,daß bei künftigen Bauten und Reparaturen,daß Holz nur in den Verfallen des cassierten Steges gegeben werden würde.1835 d.21.Dezember verunglückte die Gottfr.Ansorgsche Tochter und verlor ihr Leben.1836 d.20.Octb.feierte der Schullehrer Liebig sein 50jähriges Amts Jubiläum.1837 in August und September grassierte die Cholera daselbst,an welcher gegen 20 Menschen starben,es wurde von der Herrschaft ein Contumaz Schuppen(Quarantäne) in den Garten des Hauses No.110 gebaut.1839 d.3.Febr.erfror der Häusler No.6 Rücker auf dem Stonsdorfer Wege.1839 den 19.Januar wurde die Gemeinde auf ihr Gesuch um Erlaß des jährlichen Satzzinses vom Dominio abschlägig beschieden.1840 d.8.November ertrank im Mühlgraben der Bürger und Maler Seger aus Hirschberg.1841 d.20.July brandten die Bauer Weichenhainschen No.19 Wohn-und Wirtschaftsgebäude ab.1842 d.20.November wurde der Einwohner Christian Zindel aus Cunnersdorf,in Herischdorf todt aus dem Zacken gezogen.1845 im Maerz wurden wegen communistischen Umtrieben einige Einwohner gefänglich mit eingezogen,welche jedoch wieder entlassen worden sind.1845 kaufte der Buchhändler Aderholz aus Breslau den Garten No.6,riß das Wohngebäude weg und baute solches in italienischen Stil ganz neu,und legte einen englischen Park bei demselben an.1846 baute der Bauer Friebe No.13 eine Windmühle auf seinem Grundstück.1846 im Juny schenkte der Leinwand Kaufmann Endel der Gemeinde eine neue Feuerspritze für cirka 250 Thl.1846 erhing sich der Häusler Siebenhar in der Scheune.1847 d.28.Februar brandte das Haus des Neumann No.198 ab.1847 d.8.July Vormittag fiel der 3jährige Sohn des Glasschleifers Kluge oberhalb des Wasserrades in den Graben,das Rad zerbrach ihm das Genick und folglich wurde er todt aus dem Wasser gezogen.

Hermsdorf u/K.

Von dem Ursprunge und Namen dieses Ortses läßt sich nicht gewisses sagen,warscheinlich mag derselbe wie andere dergleichen Orte nach Wladislaus Herrmanus,den 1082 die polnische Nation zu ihrem Großfürsten wählte Herrmannsdorf genannt worden sein,welchen Namen auch eine Urkunde von 1369 angibt.Dieser Wladislaus Herrmann beschützt vorzüglich unser Gebirge gegen das Anlaufen der Böhmen,und sorgte dafür,daß solches bebaut und bevölkert wurde,warscheinlich mag auf diese Art der Ort im 11.Jahrhundert gegründet und beim Bau der Bergveste Kynast 1292 mit erweitert und mehr angebaut worden,denn 1337 muß derselbe schon bedeutend gewesen sein,in dem Herzog Heinrich I.einen Hirschberger Bürger ein Stück des sogennanten Hermannsdorfer und Petersdorfer Waldes für 50 Mark polnische Groschen verkauft hat.Mit dem Kynast kam Herrmansdorf 1377 an das Geschlecht des jetzigen Gräflichen Schaffgotschschen Haus.Im Jahr 1846 bestand Hermsdorf aus 18 Bauer,20 Gärtnern,und 213 Häuslern,nach der Zählung von 1847,1970 Einwohner,1 herrschaftliches Schloß nebst Vorwerk,in allem 9 herrschaftliche Gebäude,1 Katholische Kirche,Pfarr,und Schulhaus,1 evangelische Kirche,Pfarr,und Schul,und Glöcknerhaus,1 herrschaftliches und 2 Rustical Ziegeleien,1 Malzmühle mit 3 Gängen,1 Malzmühle mit 1 Gang im Oberdorfe,1 Lohmühle,1 herrschaftliche und 1 rustical Brettmühle,ein herrschaftliches Brau und 1 Brandwein Urbar,1 herrschaftliche Torfgräberei,1 herrschaftliche Malzmühle,1 herrschaftliche und 2 Rustical Glasschleifmühlen,1 Gemeindehaus.Früher befanden sich in Hermsdorf 4 Bleichen,gegenwärtig besteht nur noch 1 alte rustical Bleiche und 1 Walke.Die Gemeinde besitzt 1 Feuerspritze als Eigenthum,welches Recht das Dominium der Gemeinde unterm 23.April 1840 eingeräumt hat,und 1 Spritzenhaus.In der Gemeinde befinden sich Communalbrücken und Stege.Das Gerichtssiegel enthält eine Figur mit Waage und Schwerdt und die Umschrift Hermsdorfer Gerichtssiegel.1413 befand sich schon eine Kirche daselbst.1552 d.2.Decbr. wurde Lorenz Klemt aus Warmbrunn wegen Diebstahl gerichtet.1552 brandten den 22.Dezember 7 Wohnungen ab.1605 d.10.Maerz wurde Mathias Hübner aus Voigtsdorf wegen Ehebruches mit dem Schwerdte gerichtet.1606 d.2.April wurde Georg Hornig aus Warmbrunn,welcher einen Mann erstochen,mit dem Schwerdt gerichtet.1637 wurde der neben der Kirche befindliche Thurm erbaut.1685 ist der Kirchhof erweitert worden.1745 wurde die evangelische Kirche gebaut.1750 ist das Pfarrhaus bei der evangelischen Kirche und 1751 das Schulhaus gebaut worden.1787 im July brandte das Samuel Aust`sche Haus durch Gewitter-Einschlag ab.1796 wurde die Sacristei an die evangelische Kirche angebaut.1800 ist der herrschaftliche Hof für 11700 Rthl.neu gebaut worden.1805 den 7.Januar schenkte das Dominium für Reparatur des Gemeindehauses den 3.Theil des Bauholzes und noch baar 40 Rthl.1805 d.3.November brandte die Scheune des Bauer Liebig ab,wo bei dem Anschlagen an die Glocke dieselbe einen Sprung erhiehlt,welche für 275 Rthl.24Sg.umgegossen werden mußte.1810 ward der herrschaftliche Arrest erweitert und hinten noch ein Flügel angebaut.1810 d.4.Febr.starb der sich für das herrschaftliche Interesse sehr verdient gemachte Ober-Director Göttlicher.1811 im May brandte das Haus des Schuhmachers Krebs ab.1812 feierte der Amtsbote Ringelhann sein 50jähriges Amts-Jubiläum.Der H.Graf Joh.Nep.Schaffgotsch schenkte ihm eine silberne Medaille.Auf der vorderen Seite derselben befand sich die Inschrift:vom Grafen Schaffgotsch auf Kynast und Greiffenstein 1812.Auf der Rückseite: dem Amtsboten Ringelhann für treu geleistete 50jährige Dienste.Der Jubilar hatte nach angestellter Berechnung während seiner Dienstzeit 73000 Meilen zurückgelegt.1812 d.10.October wurde vom Dominium die Zahlung des Erntzinses pr.3fl.von dem alten Gemeindehause erlassen.1812 wurde der katholische Kirchthurm gedeckt.1813 d.6.May brandte des Haus des Schuhmachers Krebs das 2te mal binnen 2 Jahren ab.1816 ward der katholische Kirchhof nochmals erweitert.1817 d.26.Decbr.brandte der herrschaftliche Gaststall ab,dem Justiz-Director Wild verbrandeten dabei beide Pferde und 1 Schwein,sowie sämtliches Heu und die Pferdeschirr.1818 d.22.Januar wurde der Sohn des Niederschen Schmiedes Heinne im Busche von einem ge..renen Schlitten erquetscht.1820 wurde die herrschaftliche Bleiche nebst Plan in 6 Parcellen zusammen für 916 Rthl.15 Sg. an Rustikal Besitzer verkauft;die Parzellen aber bleiben laudemialpflichtig.1828 d.5 July kaufte das Dominium das Rent-Director Ringelhann`sche Haus No.243 für 550 Rthl.zu einer Beamten-Wohnung.1828 nahm S.Majest.der König nebst Sr.Frau Fürstin von Liegnitz beim Besuch des Kochelfalles und im Schlosse ein Diner ein und besuchten zugleich die gräfl.Bibliothek daselbst.1828 wurde die hohe Gartenmauer erbaut,sie kostete über 200 Rthl.1829 d.10.July erstach der verhaftete Falschmünzer Weslede aus Warmbrunn den Gefangenenwärter und Gerichtsmann Tietze mit 14 Wunden,welcher Tages darauf starb.Der Mörder entfloh,wurde aber auf dem Gebirge in der Peterbaude wieder verhaftet und eingebracht.1834 wurde die herrschaftliche Bibliothek aus dem Schlosse nach Warmbrunn in das Klostergebäude transferdt.1834 d.25.Juny wurde das ganz neu erbaute katholische Schulhaus von dem Herrn Weihbischoff von Schubert aus Breslau eingeweiht.1834 d.9.July brandte das Franz Seliger`sche Bauergut ab.1834 d.22.July schlug der Blitz durch den evangelischen Kirchthurm in die Kirche,verursachte bedeutende Beschädigung,jedoch ohne zu zünden.1835 in der Nacht vom 11.zum 12.April endete der herrschaftliche Forst Rendant Johannes Mallick,wahrscheinlich wegen sich herausgestellten Kassen-Defect in einem Teiche bei Giersdorf sein Leben.1836 zum theilweisen Neubau des Gemeindehauses schenkte das Dominium unterm 10.July das sämtliche Holzmaterial.1836 wurde der,der katholischen Kirche gehörende neben dem Kretscham befindliche Wiesenfleck dem Kretschambesitzer für 49 Rthl.verkauft.1837 im August und September grassierte die Cholera,an welcher gegen 70 Personen starben.1837 ward eine große Bauveränderung am evangelischen Pfarrhause ausgeführt.1837 den 5.Maerz erhing sich ein Zimmergeselle Rincken in einem Ziegenstall.1837 legte der Bauer Seliger No.3 eine Ziegelei an.1839 d.2.November starb der herrschaftliche Kameral-Director Joseph Wahl plötzlich am Schlage,ein für das herrschaftliche Interesse sehr wirkender Beamter.1839 in der Nacht vom 4.zum 5.May wurde der Fleischer Geier(Beier?)vom Schuhmacher Schmitt zwischen Hermsdorf und Warmbrunn erschlagen und in den Zacken geworfen.1840 d.22.April überließ das Dominium der Gemeinde das Eigenthumsrecht an die Feuerspritze.1840 d.24.May fiel der 3 jährige Sohn des Einwohners Ehrenfried Wolf in den Brettmühlengraben und ertrank.1841 d.November erstickte das Dienstmädchen der verwittweten Frau Pastor Kitzler an einem Stück Fleisch.1841 d.30.September feierte der katholische Herr Pfarrer Franz Klenner sein 50jähriges Priester-Jubiläum,bei welcher Gelegenheit ihm S.Majestät bei einer Reise nach den Schneegruben persönlich im Pfarrhause den Glückwunsch darbrachte.1842 d.16.Februar starb der Rentmeister Hinke.1842 d.4.Maerz brandte die Niederschenke zum Kynast ab.1843 legte der Bauer Preller No.18 eine Ziegelscheune an.1843 baute die Fr.Doctor Seidel unter dem Kynast-Berge einganz neues Haus im Tyroler Styl.1844 ist der Galgen grösstenteils abgetragen worden,obschon unterm 16.September 1831 das Dominium verfügte,daß solcher nicht abgetragen werden sollte.1842 wurde derselbe erst mit Bäumen umgepflanzt.1845 baute der Dr.Scholz ein ganz neues Haus,ebenso auch der Gastwirth Tietze.1846 den 1.Februar wurde eine königliche Post-Expedition in Hermsdorf eingerichtet.1846 baute der frühere herrschaftliche Urbarspächter Schnabel ein neues Haus,und legte eine Brandweinbrennerei in demselben an.1847 d.8.Juny Nachmittag um 3 Uhr brandte das Vorwerk No.1 ab,1 Pferd,1 Ochse und 1 Kettenhund sind verbrandt.

Kaiserswaldau

Ueber den Ursprung des Dorfes sind folgende Nachrichten vorhanden.Ein Jäger namens Kaiser hat eine kleine Hütte auf die Stelle des jetzigen Schulvorstehers Röslerschen Hauses No.?in die damals waldige Gegend erbaut,und nicht weit davon eine Kohlenbrennerei angelegt,wovon in neuer Zeit noch Spuren vorhanden waren.Hierauf in der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts haben sich Ansiedler gefunden,welche den Wald ausgerodet und Felder und Gärten angelegt haben.Laut einer Urkunde vom Jahr 1416 ist die Schölzerei schon bedeutend gewesen,indem ihre früher zugestandenen Freiheiten darin bestätigt wurden.Früher hieß solches Keiserswalde,es wurde nach und nach erbaut,und besteht im Jahre 1846 aus 12 Bauern,11 Gärtner und 60 Häuslern,1 Scholtisei und dem sogenannten Kratzvorwerke No.71 zwischen Kaiserswaldau und Petersdorf,woselbst die erste Glashütte im Gebirge gestanden hat,sowohl die Scholtisei als auch das Vorwerk sind unter den Bauern mit inbegriffen,1 katholische Kirche und Pfarrhaus,dieses wird vom Schullehrer bewohnt,da das Schulhaus 1820 verkauft wurde,1 evangelische Kirche,Pfarr- und Schulhaus,1 Wassermühle,1 Lohmühle,1 Gemeindehaus,1 Spritzenhaus mit der von den Gemeinden Wernersdorf und Kaiserswaldau mit angeschafften Feuerspritze.Wernersdorf hat 1/3 Antheil an derselben.Kaiserswaldau hat nur zwei massive Brücken.Nach Zählung von 1846,416 Evangelische und 15 Katholische,Summe 431 Einwohner.Eingepfarrt ist Wernersdorf.Vor länger als 50 Jahren brandte das Bauergut No.22 ab.1605 wurde die Kirche erweitert und eine Thurmuhr auf dieselbe gebaut,auch 1 Glocke angeschafft.1742 wurde die evangelische Kirche von Holz erbaut.1748 ist die evangelische Pastorenwohnung erbaut worden.1763-64 wurde die Katholische Kirche und Pfarrwohnung für 225 Thl.21Sg.15 pf.repariert.1764 grassierte ein nervöses Fieber,welches viele Menschen wegraffte.1775 bei der Baufälligkeit des hölzern evangelischen Bethauses wurde dasselbe massiv gebaut,welches 2494 Thl.17Sg.6pf.kostete.1787 d.18.Februar brandte das Fiedlersche Bauergut ab.1794 verursachte der Sturmwind an der katholischen Kirche,dem Pfarr-und Schulhause bedeutenden Schaden,dessen Wiederinstandsetzung 296 Thl.17Sg.betrug.1804 ergoß sich der Dorfbach und verursachte bedeutenden Schaden am Ufer und an der Straße.1817 d.24 Januar brachen Diebe in die evangelische Kirche ein,und stahlen unter andern auch die vom Pastor Reimann geschenkte Wanduhr.1820 verkauft der Patron das katholische Schulhaus mit etwas Garten für 56 1/2 Thl.1822 den 18.Februar brandte die Mahlmühle No.68 ab.Die Mutter als Wächnerin mußte sich schnell mit ihrem Kind aus dem brennenden Hause flüchten.1822 d.20.Maerz starb die Witwe An.Susanna Schneider 91 1/4 Jahr alt.1823 wurde der katholische Kirchthurm gedeckt,und den 15.Oktober der Knopf aufgesetzt,die Kosten betrugen 274 Thl.28Sg.8pf.1824 wurde ein ganz neues evangelisches Schulhaus gebaut.1832 hat das Domin.zum Bau des Gemeindehauses 1.Resol.v.2.August 6000 st.Ziegel,10 Stämme Holz,2 Schock Bretter und 3 Klafter Schindelholz geschenkt.1834 schaffte Kaiserswaldau und Wernersdorf eine neue Feuerspritze an.Welche mit dem 1835 neu erbauten Spritzenhause zusammen 348 Thl.16Sg.kostete.Das Domin.schenkte dazu 60 Thl.zur Spritze und für 22 Thl.5Sg.10pf.Holz zum Spritzenhause.

Ludwigsdorf

scheint um das Jahr 1660 entstanden zu sein,es heißt anfänglich die Seiffershauer Feldhäuser.1670 wurden die ersten herrschaftlichen Zinsen von hier in das Hermsdorfer Amt bezahlt.Der Ort besteht 1846 aus 84 Häuslern,1 evangelisches Schulhaus,1 Wassermühle,1 Lohmühle,1 herrschaftliche Brettmühle,1 Beigeschirr oder Pochwerk,welches zur Antoniwalder Pappiermühle gehört.Die Gemeinde Ludwigsdorf hat 1/3 Antheil an dem Gemeindehause und an der Feuerspritze in Seiffershau.Es befinden sich in Ludwigsdorf 3 communal Brücken.Der ort ist nach Seiffershau eingepfarrt.1788/9 ist das evangelische Schulhaus gebaut worden.Das Dom.schenkte den Platz und ein Theil Bau Material.1792 brandte durch Blitzeinschlag das Gottlieb Hofmannsche Haus ab.1811 unterm 2.November wurde vom Dom.der Verkauf des Ludwigsdorfer Zinshauses bewilligt,resp.8 Parzellen,welche erst nachträglich verkauft werden sollten,es sind dafür 2113 Thl.gelößt worden und der darauf bleibende Grundzins beträgt jährlich 19 Thl. 22 1/2 Sg.1826 d.11.November brandte die Brettmühle ab,welche aber bald wieder erbaut wurde und zu welcher die Gemeinden Seiffershau und Crommenau Handdienste zu leisten haben.

Maerzdorf

über dessen Begründung und Besitzer sind keine Nachrichten aufzufinden,es scheint im 17.Jahrhundert zur Herrschaft Giersdorf gekommen zu sein.Im Jahre 1846 besteht der Ort aus 10 Bauern,8 Gärtnern und 38 Häußlern,mit 14 katholischen und 298 evangelischen zusammen 312 Einwohnern,1 Mahlmühle,1 evangelisches Schulhaus,1 Gemeindehaus.Der Ort hat keine Feuerspritze,und nur 1 im Jahr 1834 massiv gebaute Brücke über das rothe Wasser,wozu das Dominium 25 Scheffel Kalk schenkte.Die katholischen Einwohner sind nach Stonsdorf,die evangelischen aber nach Giersdorf eingepfarrt,bis 1842 begruben sie ihre Verstorbenen nach Stonsdorf,seit dieser Zeit aber nach Giersdorf auf den neuen evangelischen Kirchhof.Es befindet sich in Maerzdorf ein herrschaftlicher Viehweg,von welchem unterm 30.September 1840 dem Häuler Benjamin Heinrich ein Stück gegen einen jährlichen Zins von 10 Thl.überlassen wurde.

Petersdorf

scheint nicht zu den ältesten Dörfern des Gebirges zu gehören,indem sich die Entstehung desselben in folgender Art herausstelt.1402 stand am Zacken eine Mühle deren Besitzer Hans Peter hieß,und von dem das Dorf seinen Namen erhalten haben soll.Laut anderen Nachrichten muß aber der Ort schon älter sein,denn 1337 verkaufte Herzog Heinrich einem Hirschberger Bürger ein Stück des sogennanten Hermansdorf und Petersdorfer Waldes für 50 Mark polnische Groschen,und laut Urkunde von 1319 wird der Ort Petiersdorf genannt.Die besagte Mühle und eine Baude waren die ersten Häuser.Nach und nach siedelten sich Mehrere an,auch wurde die Steinbleiche angelegt.Gegen Ende des 17.und Anfang des 18.Jahrhunderts wuchs der Ort bedeutend,der Leinwandhandel und die Weberei wurden eingeführt.Das Gerichtssiegel enthählt eine Figur mit Schwerdt und Wage,und die Umschrift Petersdorfer Gerichts Siegel.Im Jahre 1846 besteht der Ort aus 17 Bauern,17 Gärtner und 203 Häuslern und der Colonie Hartenberg 71 und Kiesewald 39 Positionen zusammen also 313 Haus Positionen,1 evangelische Kirche,Pfarr-und 2 Schulhäuser,1 Oberförster Wohnung,1 Vitriolwerk,2 Wassermühlen,und 1 in Hartenberg,2 Sägemühlen,1 Glasschleifmühle,1 Papiermühle,1 Wassermangel nebst Färberei,8 Bleichen wovon aber seit 1834 davon 4 eingegangen sind,1 Leine Walke,2 Hängehäuser,1 Gemeindehaus,1 Spritzenhaus mit einer großen und einer kleinen Feuerspritze.Im Ort befinden sich Communal Brücken und Stege.Zu Petersdorf gehören die Colonie Hartenberg 47 Häuser,1 eingegangenen Bleiche,1 Wassermühle 1704 erbaut und 1 Glasschleifmühle,1 Schulhaus, Heidelberg ist um das Jahr 1750 erbaut worden,21 Häuser und 1 herrschaftliches Jägerhaus.Kiesewald von böhmischen Brüdern im 17.Jahrhundert erbaut,39 Häuser,1 Försterwohnung,1 Schulhaus.Eingepfarrt sind nach Petersdorf,der Ort selbst und die gleichbesagten Colonien,die Katholiken sind nach Hermsdorf eingepfarrt.1688 d.23.Juny rieß der Zacken 1 Haus weg.1702 d.2 July wurden durch den Zacken 9 Häuser weggerissen,wobei 2 Menschen ertranken.1742 wurde in Petersdorf ein neues evangelisches Kirchen-System eingerichtet,in dem die Gemeinde bis dahin nach Hermsdorf eingepfarrt war und auch ihre Todten dahin begraben mußten.1742 den 20.Januar wurde der erste evangelische Gottesdienst in der Scheune des Bauer Wehner gehalten,und in diesem Jahre auch ein Kirchhof angelegt,welcher aber 1747 erweitert wurde.1742 schaffte die Gemeinde 3 Glocken an,dieselben wurden in ein besonders erbautes Glockenhaus aufgehängt.1747 wurde die steinerne Kirche mit dem Glockenthurm erbaut und 1748 d.1.July der Knopf aufgesetzt.1755 d.12.und 13.July rieß der Zacken sämtliche Brücken und Stege weg,und verursachte auch sonst an Gebäuden und Gärten vielen Schaden.1775 wurde von Christian Preller ein Vitriolwerk errichtet,das dazu gehörige Hüttenwerk,Schmelzhütte,gewann allmählig mehr Umfang bis später der Ertrag des Werkes wieder geringer wurde,und 1817 ganz liegen gelassen ward.Ein Theil des ansehnlichen Hüttenwerkes ist gegenwärtig noch übrig und wird nur noch Schwefel Vitriol fabriciert,das Wohngebäude ist seit ? zu einer Restauration eingerichtet,in ein zierliches Gärtchen mit Laube zur Aufnahme der Gäste angelegt.1785 d.20.July rieß der Zacken 1 Haus weg und ein Theil der neugebauten Straße(wurde)zerstört.1787 ist das Grossmannsche Haus zu einer Oberschule gekauft worden.1787 wurde der Kirchhof noch was vergrößert.1794 kaufte die Gemeinde das Opitzsche Haus No.140 zum Hauptschulhause.1802 schaffte die Gemeinde eine Thurmuhr an.1804 d.13.bis 15.Juny bei dem großen Wasser rieß der Zacken 2 Häuser weg,welche hinter der Kirchhofmauer wieder erbaut wurden.1806 d.27.Dezember brandte das Benj.Liebigsche Haus ab.1810 wurde der Kirchthurm repar.und den 20.September der Kopf aufgesetzt.1810 wurde die herrschaftliche sogennante Feldbleiche cassiert,das Material ward zum Arrestanten Hausbau in Hermsdorf genommen.1811 den 17.October bewilligte das Dominium der Gemeinde die Anlegung eines Leichenweges nach Kiesewald durch den Forst von 4 1/2 Elle Breite,mit der Bedingung,daß die Gemeinde,die auf diesem Wege befindlichen Brücken und den Weg selbst auf eigene Kosten unterhalten müsse.1816 d.17.May ersäufte sich die Joh.Agneta Maywald aus Hartenberg aus Furcht der Strafe für eine begangene Dieberei.1819 d.20.August ertrank der 4 3/4 Jahr alte Sohn des Hüttenmeisters Runge,welcher von dem Stege beim Vitriolwerk in den Zacken fiel.1819 d.10.December kam der Papiermachergesell in das Gewerke des Holländers,wodurch er seinen Tod fand.1822 d.14.Dezember ertrank der Anlieger Ehrenfried Maywald aus Kiesewald im Zacken,in welcher er im Finsteren gefallen war.1825 d.18.July stürzte der Garnsammler Ehrenfried Anton welcher Gebirgsreisende begleitete,in die große Schneegrube,indem er einen Stein ablasen und in die Grube stürzen wollte,welcher ihn aber mit in die Grube fortriß,ganz zerschmettert und todt wurde er aus der Grub herausgebracht,alt 33 Jahr.1828 d.23.Dezember fiel der gewesene Häusler Georg Friedrich Maywald von der Treppe,wodurch er sein Leben verlor.1829 wurde das Gemeindehaus neu gebaut,das Domin.schenkte dazu Ziegel und Bauholz für 290 Thl.1830 d.30.October wurde die Tochter des Bauers und Bleichers Hofmann durch einen Wagen an eine felsige Wand eines holen Weges erquetscht,14 Jahr alt.1831 d.25.Februar fuhr der Gärtner Gottfried Hampel mit seinem Zugvieh über die Klöppelbrücke,gleitete aus,und fiel im Zacken auf einen Stein,wo er augenblicklich todt blieb.1831 den 25.September feierte der Cantor Glaeser sein 50jähriges Amts Jubiläum wobei ihm der H.Graf 25 Thl.schenkte.1834 im November wurde der Anwohner Ander in eine Kiesgrube verschüttet,und todt hervorgezogen.1835 d.28.Februar brandte das Haus No.39 in Kiesewald ab.1836 bildete sich in Petersdorf eine auf Statuten beruhende Begräbniß Gesellschaft für das Gebirge.1838 kaufte das Dominium die Döringsche Bleiche No.4 zu einer Oberförster Wohnung.1838 d.17.September wurde der Revierjäger Maywald in Kiesewald von böhmischen Raubschätzen ermordet.1839 wurde der Kirchthurm repariert,welcher 300 Thl.kostete,das Dominium schenkte unterm 19.September dazu 50 Thl.1839 d.28.April fiel der 3 jährige Sohn des Häuslers Ehrenfried Liebig in den Mühlgraben und ertrank.1843 den 22.Maerz brandte das Kaufmann Biemelsche Haus No.26 ab.1843 d.23.November abends in der 6ten Stunde brandte warscheinlich durch einen Bösewicht das Liebigsche Bauergut über der Kirche ab,sowie auch die Holzremise des Herrn Pastor,und nur mit Mühe konnte die Kirche und das Pastorenhaus erhalten werden.Zum Bau der besagten Holzremise schenkte der H.Graf eben 69Thl.Bauholz.1845 baute der Brettschneider Carl Liebig bei der Brettmühle eine Mahlmühle mit 1 Gang.1845/6 baute der Bauer Körner aus Stonsdorf eine Brau und Brennerei,wozu derselbe das Haus No.131 kaufte.1846 d.11.October abends 8 Uhr brandte die Scheuermansche Bleiche No.168 nebst der dazu gehörenden 3 Nebengebäuden ab.1846 d.9.November fiel der Häuslersohn Heinrich Hilger am Heidelberge beim Zapfenpflücken von einer Fichte,und blieb gleich todt.1847 d.9.Juny Mittag 12 Uhr brandte das Prenzelsche Gasthaus nebst Fleischerei im oberen Dorfe durch Verwahrlosung ab.

Saalberg

ist durch eine Anzahl böhmischer Flöchtlinge um das Jahr 1651 entstanden,die hier zuerst unter Tannen und Fichten wohnten.Ein in diesen Hütten entstandener Brand,zerstörte wegen Mangel an Wasser die ganze Waldung des Lagers,weshalb derselbe,der Saale d.s.der lange unbenutzte Berg genannt wurde.Mathias Lange aus Hain baute das erste Haus auf diesem saalen Berge,ihm folgte Adam May aus Hermsdorf,Christoph Rücker aus Giersdorf u.a.m.Dazu kamen 4 aus Böhmen flüchtig gewordenen Brüder Fuckner.Seit 1674 sind 64 Häuser nach Hermsdorf eingepfarrt,und 40 haben sich nach Giersdorf gehalten.Die Gemeinde besteht im Jahre 1846 aus 104 Häuslern und nach der Zählung von 1847 sind es 618 Einwohner,1 evangelisches Schulhause,welches vom Lehrer aus Agnetendorf doch mit der Bedingung mit verwaltet wird,daß er es sich gefallen lassen muß,wenn sich die Gemeinde Saalberg einmal wieder einen eigenen Lehrer hält,1 Wassermühle,1 Sägemühle,1 Gemeindehaus No.16.Zu Saalberg gehört die Colonie Kühnwasser oder die Kühnmühlhäuser mit 1 Mahlmühle,und 1 Gemeindehaus,welches 18? abbrandt und bis jetzt nicht wieder erbaut ist,die Mumelgrube 3 Häuser.Saalberg besitzt eine Schlauchspritze,dagegen aber Comunal Brücken und Stege.Das Gerrichtssiegel enthält 1 Figur mit Wage und Schwerdt mit der Umschrift,Saalberger Gerichtssiegel.1789 im Maerz brandte das Gottlob Liebichsche Haus ab.1792 in der Nacht vom 6.bis 7.Dezember brandte Gottfried Gebauers Haus ab.1808 im Februar wurde der Polizeireiter Lorenz aus Hirschberg in der Kühnmühlschenke von Räubern erschlagen,und der Polizei Inspector Rieger aus Hirschberg,lebensgefährlich verwundet und mißhandelt.1811 d.19.Februar brandte das Haus des Joh.Gottfried Schön ab.1816 laut Resol.vom 13.Dezember schenkte das Dominium zum Gemeindehause No.16 ein Stück Boden von cirka 1 1/2 Scheffel Aussaat.1819 d.17.November schenkte das Dominium zur Reparatur des Gemeindehauses Bauholz.1820 den 13.November brandte das Schmittsche Haus ab.1822 d.20.August frühstückten die Prinzen Wilhelm und Carl von Preußen nebst dem Fürsten Radziwil bei einer abgehaltenen Jagd in den Kühnmühlhäusern.Der Herr Graf Schaffgotsch gab dieses Frühstück.1825 d.7.Maerz wurde der Häusler Siegm.Menzel von einem Ochsen in den Unterleib dermaßen gestoßen,daß er nach 36 Stunden an den Folgen starb.1832 im Februar brandte das Ehrenfried Schmittsche Haus in den Kühnmühlhäusern ab.1835 d.29.April gab das Dominium zur Reparatur des Gemeindehauses wieder ein Geschenk an Bauholz.1835 d.28.Juny gabar die Frau des sehr armen George Hallmann Drillinge 1 Knabe und 2 Mädchen,welche alle gesund waren.

Schreiberhau

wurde im 14.Jahrhundert durch Anlegung einer Glasfabrik auf die Stelle des jetzigen Bauerhofes No.3 begründet.Die ursprüngliche Glashütte hat auf der Stelle des jetzigen Kratzvorwerkes zwischen Petersdorf und Kaiserswaldau gestanden.Da aber das zu ihrem Betrieb gehauene Holz ein Forst-Schreiber Rechnung führte und ihm in dem sich bildenden Hause seine Wohnung angewiesen wurde,so soll hiervon der neue Ort den Namen Schreiberhau erhalten haben.In einer früheren Urkunde von 1371 soll der Ort Schreibershow geheißen haben.Zum weiteren Anbau des Ortes gaben die wegen der Religion aus Böhmen vertriebenen und sich 1651 gegen 80 Familien anher Geflüchteten Anlaß.Eine gewisse Maria Pluch,welche sich ebenfalls der Religion wegen flüchtete ließ sich im heutigen Marienthal nieder, von welcher das Thal auch seinen Namen erhalten hat.Auch Bewohner aus der schlesischen Ebene flüchteten sich während des 30jährigen Kriegs dahin.Schon in den alten Zeiten wurde hier ein Kupfer Bergbau betrieben,die alten Gruben sind noch im Niederdorfe und am schwarzen Berge sichtbar und vor cirka 100 Jahren ist noch ein Ueberrest einer Schmelzhütte zu sehen gewesen.Dieser Bergbau blieb aber im 30jährigen Krieg liegen,und wurde erst 1775 von Chr.Melchior Preller in Petersdorf wieder aufgenommen.Das Hüttenwerk wurde an der Schreiberhauer Grenze auf Petersdorfer Grund und Boden erbaut,jedoch 1817 ist solches wegen geringem Ertrag wieder liegen geblieben.Mit Ende des 17.und Anfang des 18.Jahrhunderts wurde Schreiberhau immer ansehnlicher,es machten sich Glasmacher,Vergolder,Glashändler,Holzarbeiter etc.hier ansässig.Im Jahre 1846 besteht der Ort in 7 Bauern,nemlig 1 Scholzerei,1 Vorwerk und 5 Bauern,20 Gärtner und 330 Häuslern,incl.aller zum Orte gehörenden Antheile,1 katholische Kirche,2 Schulhöuser,1 evangelische Kirche,1 Pfarr-und 3 Schulhäuser,3 Glashütten,nemlig in Carlsthal,Hoffnungsthal und die Josephinenhütte bei Marienthal,3 Wassermühlen mit 7 Gängen,1 herrschaftliche Brettmühle,3 herrschaftliche Försterhäuser,2 in Schreiberhau und 1 in Carlsthal,2 Waldhäuser,Proxens- und Michelsbaude,1 Vereinshaus für sittlich verwahrloste Kinder,15 Glasschleifmühlen,1 Gemeindehaus,in der Umgegend wird Feldspat gewonnen,1 Pottaschesiederei.Die Gemeinde besitzt seit 1844 eine Feuerspritze und außerdem eine tragende Feuerspritze in einem Spritzenhause.Es befinden sich daselbst Communal Brücken und Stege.Das Gemeindesiegel enthählt eine stehende und 1 sitzende Figur und 1 Schwerdt und mit der Umschrift Schreiberhau Gerichtssiegel 1831.Vom Ende Petersdorf bis zur Kobelwiese und den Strickerhäusern sind 6 Stunden Weges.Schreiberhau ist das weitläufigste Dorf im preuß.Staate.Der Gerichtsbote braucht 3,im Winter 5 Tage,um überall hinzukommen.

Der Ort zerfällt in 10 Haupt-6 näher und 12 entferntere Nebentheile als a) 10 Hauptheile-1.) Das Niedrdorf.Bildet das ursprüngliche Schreiberhau im 14.Jahrhundert durch Erbauung der Glashütte angelegt.2.)Das Oberdorf 3.) Das Mitteldorf bis zum Hüttenberg 4.) Die Hütte vom Hüttenberge bis zur großen Waldung 5.) Hütten District hier stand die erste Carlsthaler Glashütte.Die Wohnung des Glasmeisters ist noch hier 6.) Die Weißbach zwischen dem Hütten District und Marienthal 7.) Das Marien-und Jammerthal,hier wohnte die erste evangelische Flüchtlingin Maria Pluch,nahe bei Marienthal die 1842 erbaute Josephinenhütte 8.) Die Brände östlich von Marienthal 9.) Die Kochelhäuser im Osten der Brande an der Kochel 10.) Die Strickerh�user Colonie dicht an der b�hmischen Grenze,und der Iser,5 Stunden von der Kirche entfernt halten sich gastweise zur Kirche in Przichowitz,in B�hmen.b.) 6 Neben-oder Klein Districte 1.) Die Gasse auf das ehemalige Bergwerk und Marienthal 2.) Die H�ttstadt,Nebentheil vom Mitteldorf 3.) Die Siebenh�user zwischen Marienthal und den Br�nden 4.) Der Siebenh�bel,desgleichen zwischen Marienthal und den Br�nden 5.) Der Sommerberg,seitw�rts an der Wei�bach 6.) Am schwarzen Berge,hoch an der Mittagsseite,zerstreute H�user. c) 12 einzelne H�user und Gruppen.1.) Carlsthal die alte durch Vermittlung des Hans Ulrich Schaffgotsch von dem b�hmischen Fabricanten Wolfgang Preusler 1617 an der Wei�bach angelegten Glash�tte mit einem Nebengeb�ude,1755 nach Carlsthal verlegt.2.) Das herrschaftliche F�rsterhaus 1/8 Meile von der Glash�tte entfernt. 3.) Hoffnugsthal,die neue 1796 angelegte Glash�tte mit Neben-und etlicher Wohngeb�ude. 4.) Am Langen Berge,ein einzelnes Haus 5.) die herrschaftliche Proxenbaude. 6.) Jacobsthal,ein Haus brandte 1781 ab,und wurde 1782 wieder aufgebaut. 7.) Am Kobelwasser,2 Kobelh�user,1 zu Schreiberhau und 1 zu Flinsberg geh�rig. 8.) die herrschaftliche Michelsbaude 9.) Die alte schlesische Baude,eine der gr��ten Winterbauden 10.) Die neue schlesiche Baude,nahe beim Ursprung des Zackens,3638 Fu� �ber den See 11.) Der Hochstein mit der 1837 erbaute Restauration,herrliche Aussicht,kostete ohne Holz und Ziegel 492 Thl.5 Sg.wurde den 8.September 1841 v.S.Maj.dem König besucht.12.) Rübezahls Kanzel auf dem Hochgebirge mi einer ebenfalls 1837 erbauten Restauration,kostete der Bau ohne Holz und Ziegel 554 Thl.24 Sg.,den 20.September 1841 besuchte solche der König Friedrich Wilhelm IV.von Preußen.

Auf dem Wege vom alten Vitriol Werk zum Kochelfall befinden sich 2 umzäumte Buchen,in welchen Ihre Majaestäten,der König Friedrich Wilhelm IV. und ihre Königin Louise beim Besuche des Kochelfalls von 50 Fuß Höhe am 17.August 1800 ihre Namen eingeschnitten haben.Beim Kochelfall selbst ist dieser hohe Besuch durch ein in vier große Steine eingefaßte Tafel bezeichnet worden.Der Zackelfall 113 Pariser Fuß Höhe.Der Große Zacken ergißt sich zwischen dem langen und dem Falzberge in einem 60 Fuß weiten Kessel,dessen Tiefe noch nicht ergründet ist,und vielleicht unterirische Abflüsse haben den mehrmaligen Stillstand des Zackens,zuletzt 1810,veranlaßt.Eine früher in Schreiberhau bestandene Bleiche ist eingegangen.

1478 ward eine Kapelle zum Gottesdienst von Holz gebaut.1617 wurde von Wolfgang Preusler die Glashütte in Carlsthal angelegt.1642 baut Hans Preusler die Mahlmühle an der Weißbach.1652 wurde die Kapelle grösser und von Stein erbaut und in eine Kirche umgeschaffen.1742 wurde aus einem alten Gemeindehause ein hölzernes evangelisches Bethaus erbaut.1749 ist das Pfarrhaus gebaut worden.1755 ward die evangelische Kirche massiv gebaut.1790 in der Nacht vom 9./10.July brandte das Gottlob Zennersche Haus ab.1790 wurde in Hoffnungsthal eine Glashütte gebaut.1802 brandte das Bauergut No.3 und das Haus No.138 ab.1805 brandte das Haus No.173 ab.1808 brandte in Carlsthal die Glasfabrik ab.1811 brandte das Haus No.285 ab.1813 in der Nacht vom 22./23. October wurde die Frau von Tschepe sehr bedeutend und die darauf folgende Nacht der Häusler Glaeser bestohlen.1814 d.24.April brachen Diebe beim Bäcker Zeidler ein,welche die Bewohner mißhandelten,und viele Sachen von Werthe stahlen.1814 d.22 July fiel die 12jährige Tochter des Häusler Liebig oben an der Spitze des Kochelfalls in demselben und ward von der Wasserfluth 50 Fuß hoch in das Wasserbecken herabgerissen.Bewustlos wurde sie herausgezogen,der rechte Arm und der linke Hüftknochen waren zerschmettert,doch aber wurde sie glücklich geheilt.1816 d.22 Februar starb die Witwe Anna Rosina Mattern 107 Jahr alt.1816 d.20.May ertrank bei der Holzbrücke in der Kochel der Häusler Joh.Gottlieb Liebig,35 Jahr alt.1816 d.29.July starb Joseph Hoier 107 Jahr 5 Monat alt.1816 wurde der katholische Kirchthurm für 150 Thl.repariert.1820 ist eine Wasserleitung von 100 Schritt zur katholischen Schule geführt worden.1820 und 1821 ward ein neuer evangelischer Kirchthurm gebaut,welcher 2909 Thl.6 Sg.2pf.kostete.Das Dominium schenkte dazu für 192 Thl.27 Sg.Holz und der König 3 Glocken und Gußeisen.1821 den 6.November brandte die Glashütte in Hoffnungsthal an,ward aner im folgenden Jahre wieder aufgebaut.1823 wurde ein neues evangelisches Cantorhaus bei der Kirche gebaut,welches 2532 Thaler 7 Sg.6pf.kostete.Das Dominium schenkte für 299 Thl.24 Sg. Bau Materialen;den 16.November wurde dasselbe eingeweiht.1827 brandte das Haus des Gotthelf Mattern ab.1828 d.24.September brandte das Haus des Gtfr.Liebig No.154 ab.1829 d.6.October brandte das Haus des Carl Hoier No.216 ab.1830 brandte die Seiffenschenke ab,welche nicht wieder aufgebaut wurde.1830 wurde in den Strickerhäusern katholisches Schulhaus gebaut,das Dominium gab die Baustelle und das ganze Bauholz.1831 im April brandte die Dorfmühle No.3 ab.1832 brandte das Haus No.92 ab.1833 laut Resol.vom 13.September schenkte das Dominium zum Bau eines neuen Gemeindehauses die Baustelle,und das erforderliche Bauholz,das Haus wurde 1835 gebaut und kostete 850 Thl.1836 bildete sich ein Verein zur Rettung verwahrloster Kinder.Der Zweck desselben ist,Kinder die entweder keine Eltern mehr haben,oder von denselben verlassen sind,zu christlichen Pflegeeltern gegen Kostgeld in Erziehung zu geben.Die darüber bestehenden Statuten vom 27.September 1835 enthalten 9�.Es wurde das Haus No.189 für 950 Thl.gekauft,welches 1843 neu gebaut worden ist.1837 d.2.Juny brandte die herrschaftliche Brettmühle ab,ist aber ohne Holz und Ziegel zu rechnen für 492 Thl.5 Sg.wieder erbaut worden.1837 wurde das Haus No.116 zu einem Schulhause,Glashüttenschule,gekauft,und für 1597 Thl.22 Sg.7 pf.neu gebaut.Der König schenkte dazu 500 Thl.und das Dominium für 92 Thl.9 Sg.8pf.Holz,dasselbe wurde den 20.September geweiht.1838 in der Nacht vom 16./17.April brandte des Jonathan Simons Gartenstelle No.15 ab.1839 d.20.May schlug der Blitz in die Gartenwohnung No.17 und tödtete die Witwe Rosina Schön.1840 d.16.Juny starb der Einwohner Gottfried Wolf 110 Jahr alt.1841/1842 wurde die herrschaftliche Glashütte,Josephinenhütte bei Marienthal von Grunde aus neu erbaut,den 10.Juny der Grundstein gelegt,den 22.September eingeweiht.Das Dominium schenkte Kalk und Holz.1841 d.14 October starb Joh.Gottlieb Zinn 97 1/4 Jahr alt.1843 d.9.August erschlug der Blitz den Bauern Talke auf seinem Felde,wo er bei starkem Gewitter unter eine Tanne getreten war,der Arbeiter und 2 Weibspersonen wurden betäubt,und der Hund 30 Schritte entfernt todt gefunden.1844 wurde der neue evangelische Kirchhof angelegt.1844 d.30.Dezember erschoß sich der Glasmaler Gottstein aber unglücklich,die Kugel zerrieß ihm das Kinn unmittelbar nach dem Schuß erhing er sich,warscheinlich Schulden wegen.1845 am Pfingsttage den 11.May brandte des Carl Scholzen Gärtnerstelle No.2 durch Brandstiftung ab.1845 laut Regierungsbericht d.2.Juny erhielt die Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder von einem ungennanten Wohltäter ein Geschenk von 1000 Thl.1845 d.8.September erhing sich der Einwohner Talke an einer Eiche.1846 d.6.October besuchten Ihre Majestäten der König Fr.Wilhelm IV.mit der Königin die Josephinenhütte.1846 d.17.October wurde der Holzspalter Raschke durch einen umstürzenden Baum so beschädigt,daß er Tags darauf starb.

Seifershau

ursprünglich Seifriedshau,ist von einem gewissen Seifrid von Reibnitz gegründet,und in den Jahren 1343 bis 1377 entstanden.1343 war die ganze Gegend noch Wald.1377 aber wird Seiffershau schon unter den 9 Dörfern genannt,welche unter die Herrschaft Kynast gehören.Veranlassung zu immer wachsender Bevölkerung trug der Hussitenkrieg von 1419 bis 1436 wesentlich bei,indem die Bewohner des platten Landes im Gebirge einen sicheren Zufluchtsort fanden.Im 30jährigen Krieg war der Ort halb so groß wie jetzt,er erstreckte scih nur bis zum Hause No.75,nach diesem wurde derselbe mehr vergrößert und bevölkert,und ward der Sitz des bleichenden Handels.Zu Seiffershau gehört:Jungseiffershau herrschaftliches Vorwerk und Dorfantheil gehört nach Crommenau.A) Das Dörfchen oder Colonie Ramberg besteht aus 1 Wassermühle und 9 Häusern.Die Mühle war eine der ersten Wohnungen daselbst,sie wurde 1708 von Christoph Rothe zu bauen angefangen,welcher den Bau aber nicht ausführen konnte.Der Grundherr H.Graf Hans Anton Schaffgotsch vollendete solchen auf 2 Gänge.B) Die Leopoldsbaude,ein herrschaftliches Haus in Seiffershau.1846 besteht Seiffershau aus 26 Bauern,1 rustical Vorwerk,26 Gärtnern und 158 Häuslern,1 katholische Kirche und Schulhaus,1 evangelische Kirche,Pfarr-und Schulhaus,2 Wassermühlen nemlig 1 in Seiffershau und 1 in Ramberg,1 Walkmühle eingegangen,1 herrschaftliches Fürsterhaus,1 herrschaftliches Brau Urbar,1 Gemeindehaus,an welchem die Gemeinde Ludwigsdorf 1/3 Antheil hat,aber so hat Ludwigsdorf 1/3 Antheil an der Feuerspritze.In der Gemeinde befinden sich Communal Brücken und Stege.Eingepfarrt sind nach Seiffershau,Ludwigsdorf und Ramberg.Das rustical Vorwerk war ursprünglich Scholzerei.1622 verkaufte sie der Besitzer Schönborner an Peter Hilscher für 13000 Thl.später kaufte sie das Dominium und erhielt den Namen Alt-Seiffershau.1744 wurde es dismembrirt Gfr.Geier kaufte davon 137 Sch.Ländereien mit den Gebäuden,welches gegenwärtig das Vorwerk ist.1377 war schon eine katholische Kirche in Seifershau vorhanden.1622 verkaufte Schönborner die Scholzerei an Peter Hilscher.1649 wurde die Kirche erweitert.1667 ist der Thurm an die Kirche gebaut worden.1720 am Andreastage warf der Sturm das katholische Pfarrhaus,welches nicht mehr erbaut worden ist,um.1742 wurde das Dresslersche Haus zu einem evangelischen Schulhause gekauft.1743 ist die evangelische Kirche erbaut worden.1772 ließ der Pastor Braun eine Gruft auf dem katholischen Kirchhof erbauen.1781 wurde die Dorfbrücke unterhalb der Mühle gebaut.1782 brandte das Hotmannsche Bauergut ab.1782 ist das Haus No.19 zum Pastorenhause für 1400 Thl.gekauft worden.1789 d.10.Juny brandte das Haus No.12 des Siegmund Enge ab.1792 d.24.Juny feierte Jeremias Scholze mit seinem Weibe das 50jährige Ehejubiläum.Der H.Graf schenkte denselben untern 16.Juny zu dieser Feier 50 Thl.1795 ward die evangelische Kirche repariert.Das Dominium schenkte dazu 8 Stoß Schindelholz und 3000 Stück Ziegel.1797 brandte das Haus No.138 ab.1804 im Juny verursachte das Wasser bedeutenden Schaden.1809 zündete der Blitz den Garten No.12 an,welcher abbrandte.1811 wurde die eine Glocke auf dem katholischen Kirchthurm umgegossen,welches circa 200 Thl.kostete.1814 verursachte das Wasser bedeutenden Schaden.1818 ist die katholische Kirche repariert und ein neuer Dachstuhl aufgesetzt,sowie der Thurm neu gedeckt worden,welcher zusammen 785 Thl.17 Sg.6 pf.kostete.1819 d.4.November wurde der Gedingebauer Feist von dem Holzwagen überfahren,so daß er nach 38 Stunden starb,71 Jahr 4 Monate alt.1820 d.15.May fiel das Weib des Zimmermann Wiesner in Ramberg rückwärts 2 Treppen hoch,und blieb gleich todt.1822 brandte die im Forst gelegene Leopoldsbaude,früher Ochsenstall genannt ab,wurde aber vom Domin.wieder erbaut.1825 den 31.Januar ertrank Joh.Gottlieb Kiesewalter in dem Graben vor der Schule.1828 laut Resol.vom 28.Juny legten die Bauern ihre herrschaftliche Roboten durch eine jährliche Geldzins ab.1831 kauft das Domin.,daß dem Förster Ulbrich eigenthümlich gehörige Haus für 225 Thl.zu einem herrschaftlichen Forsthause.1845 den 19.Februar brandte das Haus No.22 ab.1845 den 15.July zerstörte,der durch einen heftigen Gewitterregen hoch angeschwollene Dorfbach,die 1781 gebaute Brücke unterhalb der Mühle,so wie überhaupt das Wasser an Häusern Brücken Stegen und Gärten etc.bedeutenden Schaden verursachte.Desgleichen richtete auch im July desselben Jahres das Wasser wieder vielen Schaden an.Das Dominium schenkte der Gemeinde zur Bestreitung der diesfälligen Kosten unterm 2.August eine Beihilfe von 100 Thl.

Voigtsdorf

Ueber den Ursprung und weitere Entstehung des Dorfes ist nichts bekannt,in früheren Zeiten laut Urkunde von 1371 heißt solches Fogelsdorf und war ein Herr von Stangen Besitzer des solchen,im 14 Jahrhunder der Ritter Gottsche Schoff kauft und 1403 den 16.Juny mit ein Theil von Warmbrunn als eine Probstei dem Kloster Grüssau schenkte,von dieser Zeit an bis 1812 wo der H.Reichsgraf Leopold Schaffgotsch der Probstei Warmbrunn mit Voigtsdorf vom Fiscus kaufte,war der Prälat von Grüssau von Voigtsdorf.1846 besteht Voigtsdorf in 30 Bauern,23 Gärtner,177 Häuslern,nach der Zählung von 1847 sind 1270 Einwohner und zwar 990 Evangelische und 280 Katholische,1 herrschaftliches Vorwerk,1 katholische Pfarrkirche,Pfarr-und Schulhaus,1 evangelische Kirche,Pfarr-und Schulhaus,1 Mahlmühle,1 Bleiche,1 Walke,1 Gemeindehaus.Die Gemeinde besitzt 1 im Jahr 1835 neu angeschaffte Feuerspritze und 1 Spritzenhaus,4 steinerne Brücken,3 davon hält die Commune und 1 bei der katholischen Pfarrwohnung hält das Dominium im Baustande.Zu Voigtsdorf gehört die Colonie Hain von 15 Stellen.1403 d.16.Juny schenkt der Ritter Gotsche Schoff Voigtsdorf dem Stift Grüssau.Zu dieser Zeit befand sich schon eine Kirche in Voigtsdorf.1605 d.10.Maerz wurde Matheus Hübner wegen Ehebruchs in Hermsdorf mit dem Schwerdt gerichtet.1615 wurde das Pfarrhaus und 1733 das Schulhaus gebaut.1742 wurde das evangelische Bethaus von Holz erbaut,es kostete 382 Thl.10 Sg.10 Pf.und schon 1755 wurde solches als Kirche massiv erbaut,welche 1473 Thl.17 Sg. 6 Pf.kostete.1744 kaufte die Gemeinde das Rohrsche Haus zum Pfarrhause für 890 Mark.1759 d.24.Juny schlug der Blitz während des Läutens in den katholischen Thurm,zerstörte solchen mit der Kirche und 3 Glocken.1760 und 1761 ließ der Prälat Benedict Seidel solche wieder aufbauen.Derselbe schenkte der Kirche 2 Glocken und aus den zerstörten Glocken wurde eine dritte gegossen und solche in ein besonders erbautes Glockenhaus gehängt,bis solche auf den 1772 fertigen Kirchthurm aufgehängt wurde.1779 verursachte eine Wasserfluth bedeutenden Schaden.1784 brandte der Kretscham ab.1799 ward die evangelische Kirche erweitert.1800 brandte das Brauhaus ab,welches der Prior Beschorner in Warmbrunn massiv wieder erbauen ließ.1804 brandte der Lommersche Bauergut ab.1808 im Februar brandte die Scholzerei ab.1812 kaufte der H.Graf Leopold Schaffgotsch die Probstei Warmbrunn und also auch Voigtsdorf vom Fiscus und ist seit dieser Zeit besagter Herr Graf Grundherr von Voigtsdorf.1814/15 baute der neue Grundherr ein neues katholisches Pfarrhaus,welches 2767 Thl.22 Sg.5 6/7 pf.kostete.1814 ließ das Dominium die zersprungene Mittelglocke auf eigene Kosten umgießen.1815 d.16.Dezember brandte das Franz Rennersche Bauergut ab.1819 d.27.July verkaufte das Dominium das sogennante Buchwalde dem Handelsmann Heinn No.175 für 670 Thl.,muß aber jährlich 2 Thl.Zins davon entrichten.1819 1 Contracte vom 25.September verkauft das Dominium den Viehweg an Gemeinde Einwohner in 11 Parallen für 1287 Thl.gegen einen jährlichen Zins von 4 Thl.25 Sg.6 Pf.Der Flächen Ihnhalt ist 14 Morgen 63 Ruthen 47 Fuß.1820 verkaufte das Dominium die frühere Brauerwohnung an den Joseph Kluge für 145 Thl.,welche nun eine Gemeinde Nummer erhielt.1822 wurde der Thurm neu gedeckt und den 15 August der Knopf aufgesetzt,die Kosten betrugen 354 Thl.27 Sg.11pf.Das Dominium gab dazu 1/3,die Kirche 1/3 und die Gemeinde 1/3.1827 d.22.Maerz brandte das Hoferichtersche Bauergut No.21 ab.In früherer Zeit bestand eine Rohrleitung bis in den Hof der Oberschenke,wofür derselbe jährlich 2 Thl.Wasserzins an das Dominium entrichtete;da diese Rohrleitung jedoch seit längerer Zeit eingegangen ist,so wurde der Besitzer der Oberschenke laut Resolution vom 5.May 1829 von der Entrichtung des Wasserzinses entbunden,jedoch nur so lange,als diese Rohrleitung nicht wieder eingerichtet wird.1832 den 2.May verursachte ein Wolkenbruch an Gärten und Wegen vielen Schaden.1833 d.14.Juny gingen scheu gewordene Pferde mit einem geladenen Wagen,welchen der Häusler Israel Opitz aufhalten wollte durch,Opitz fiel,der Wagen ging über ihn weg,an dessen Folgen er den 16.starb.1835 kaufte die Gemeinde eine neue Feuerspritze,wozu das Dominium 30 Thl.schenkte.1838 wurde am evangelischen Pfarrhaus eine bedeutende Reperatur unternommen.Das Dominium schenkte dazu für 30 thl.Bauholz.1838 d.26.May fiel ein Wolkenbruch über das Dorf.Die sämtlichen steinernen Brücken wurden zerstört,und an Aeckern,Gärten und Häusern ein sehr bedeutender Schaden angerichtet.1 Haus stürzte ein,die Felder von Voigtsdorf und Warmbrunn glichen einem See.1841 wurde ein neuer evangelischer Kirchhof auf ein von dem Pastor abgegebenen Stück Dienstland angelegt und den 8.Dezember eingeweiht.1842 ward ein Glockenthurm an denselben gebaut und die für 1093 Thl.9 Sg.angeschafften 3 Glocken d.15.Juny 1842 auf denselben gehängt.1844 wurde die Thurmuhr repariert,das Dominium schenkte 25 Thl.1844 d.21.Februar erschoß sich der 25jährige Häuslersohn Carl Kluge auf dem Heuboden,er hatte das Gewehr mit Wasser geladen.

Wernersdorf

ist früher als Kaiserswaldau angebaut,warscheinlich durch die von den Tataren im 13.Jahrhundert aus dem platten Lande vertriebenen Einwohner.In einer Urkunde von 1367 ist dem Hans Clarenkind von Hirschberg das Leibgedinge,das derselbe seiner Frau mit Wernersdorf gemacht hatte,vom Herzog Bolko II.bestätigte.1369 hieß der Ort Wernhersdorf.Einige Jahre später verkauft Clarenkind Wernersdorf an Gottsche Schoff,welchen Kauf 1371 die Herzogin Agnes bestätigte.1846 besteht Wernersdorf aus 7 Bauern,7 Gärtnern und 30 Häuslern incl.der 8 Hainhäuser,1 Scholtisei,1 Bauergut No.3 wird das Nieder Kratzvorwerk genannt,und liegt bei dem zu Kaiserswaldau gehörenden Kratz Vorwerke zwischen Kaiserswaldau und Petersdorf.Sowohl die Scholtisei als auch das gleichebesagte Bauergut No.3 sind unter den Bauern mit innbegriffen,2 Bleichen incl.1 Mangel.,1 Walke.Wernersdorf hat 1/3 Antheil an der Feuerspritze in Kaiserswaldau.Es befinden sich daselbst 3 Communal Brücken incl.der großen Hainbrücke.Der Ort ist nach Kaiserswaldau eingepfarrt und eingeschult.Bei der 1847 erfolgten Aufnahme eines neuen Seelen Registers hat der Ort 228 Einwohner und zwar 223 Evangelische und 5 Katholiken.1791 d.28.May brandte durch Gewitter Einschlag das Siegmund Sturms Haus ab.1811 im August brandte das Gottfried Rückersche Haus No.23 durch Blitzeinschlag ab.1818 verkaufte das Dominium den dasigen Viehweg in Parzellen getheilt an Gemeinde Einsassen gegen Errichtung eines jährlichen Grundzinses und der Laudemialpflicht.1824 d.1.Dezember brandte die Scholtisei No.1,der Garten No.6,die Schmiede No.13 und das Haus No.14 aus unermittelt gebliebene Ursache ab.1826 im Februar brandte die Wohnung des Gärtners Hofmann No.2 ab.1828 laut Resul.vom 9.Februar lösten die Bauern ihre Robotdienste mit einem Capitlale ab.1831 d.27.Maerz schlug der Blitz in die Blaubleiche ein und zertrümmerte mehrere Gegenstände,das Feuer wurde jedoch bald glücklich gelöscht.

Wolfshau

gehört zu Brückenberg besteht aus 56 Häusern,1 herrschaftliches Fürsterhaus,ist eingepfarrt nach Arnsdorf,der Schulunterricht wird in neuen gemietheten Locale von dem Brückenberger Schullehrer mit besorgt.Daselbst befinden sich communal Brücken und Stege.Die Schneekoppe gehört zu diesem Forst Revier und gehört in die Gerichte und Haus Nummern von Brückenberg.1797 am Gründonnerstag brandte Gottlob Hampels Haus ab.

Bearbeiter Ullrich Junker:"Die Ortschroniken des Kreises Hirschberg wurde von mir nach Mikrofilme der Uni Breslau bearbeitet und erschienen 1993 in der Schlesischen Bergwacht". Transkription einer Handschrift aus der Reichsgräflichen Majoratsbibliothek in Bad Warmbrunn, bearbeitet von Ullrich Junker

 

 

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